Reitsport

Michaels-Beerbaum siegt

SID
Freitag, 06.06.2008 | 17:30 Uhr
Pferdesport, Springen, DM, Beerbaum, Müller
© DPA
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Balve - Rekordmeister Ludger Beerbaum hat sich für seinen neunten Titelgewinn eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Der Springreiter aus Riesenbeck kann nach den beiden makellosen Auftaktrunden mit Coupe de Coeur ohne Strafpunkte in die entscheidenden Umläufe starten.

Siegerin des ersten Tages war indes seine Schwägerin Meredith Michaels-Beerbaum. Die 38-Jährige aus Thedinghausen blieb mit Checkmate ebenfalls fehlerfrei, siegte aber aufgrund der besten Zeit in 75,01 Sekunden. "Checkmate ist gut in Schuss", sagte die Siegerin: "Es lief super."

Die Europameisterin setzte sich im sauerländischen Balve fehlerfrei durch und darf davon träumen, als erste Frau die Herren-Wertung zu gewinnen. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Jörg Kreutzmann (Kasseburg) mit Sauternes ter Vlucht (75,91) und Alois Pollmann-Schweckhorst (Mühlen) mit Lord Luis (76,60).

Beerbaum ohne Strafpunkte

Zu den Reitern, die ohne Strafpunkte in die beiden entscheidenden Runden starten, gehören zudem der achtmalige Meister Beerbaum (Riesenbeck) mit Coupe de Coeur und Mario Stevens (Molbergen) mit Mac Kinley.

Mit seinen beiden Problempferden Sandro Boy und Küchengirl, die ihn schon mehrfach in Stich gelassen haben, ging Marcus Ehning (Borken) an den Start. Sandro Boy zeigte sich in der ersten Runde erneut frech und war vom deutschen Meister von 2002 kaum zu bändigen.

Der wilde Hengst verweigerte zwar nicht, aber der zweimalige Olympiasieger verzichtete mit dem 15-jährigen Oldenburger auf die zweite Runde. "Über Sandro Boy ärgere ich mich nicht mehr", sagte Ehning.

Extrawertung für Frauen 

Seine Stute Küchengirl, mit der er bei der EM vor einem Jahr in allen Runden Verweigerungen hatte, zeigte sich dieses Mal gehorsamer und sprang ohne Widerstand. Ein leichter Fehler in der ersten Runde verhinderte jedoch eine bessere Platzierung. "Das war ärgerlich", kommentierte Ehning, der auf Rang sieben liegt.

Bei den Damen setzte sich Kathrin Müller in der ersten Prüfung durch. Die Nachwuchsreiterin aus Arnsberg benötigte mit Carlos 68,50 Sekunden. Ebenfalls fehlerfrei waren Anna-Maria Jakobs (Diemelstadt) mit Lausejunge (68,81) und Pia-Luise Aufrecht (Münster) mit Sandy (69,51) auf den Plätzen zwei und drei.

Die deutschen Meisterschaften sind der einzige Springreit-Wettbewerb, bei dem es eine zusätzliche Prüfung nur für Frauen gibt.

Müller mit Heimspiel 

"Es werden noch zwei schwere Runden", sagte Müller mit Verweis auf die weiteren Runden am Samstag. Die von Otto Becker (Sendenhorst) trainierte Reiterin liegt aber auch noch mit ihrem zweiten Pferd Marius gut im Rennen, mit dem sie in der Auftaktrunde ebenso fehlerfrei blieb wie Titelverteidigerin Eva Bitter (Bad Essen) mit Niels.

Für Müller war es ein ganz besonderer Sieg, denn sie hatte in Balve ein Heimspiel. "Es waren ganz viele Freunde und Bekannte da, das gibt den Extra-Kick", sagte die im rund 25 Kilometer entfernten Arnsberg lebende Studentin.

Die Dressur startet erst am Samstag, weil es auf Wunsch der Reiter nur noch zwei statt drei Wertungsprüfungen gibt.

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