Donnerstag, 12.06.2008

Kugelstoßer unter Doping-Verdacht

Konopka droht lebenslange Sperre

Bratislava - Dem slowakischen Kugelstoßer Mikulas Konopka droht wegen Dopings eine lebenslange Wettkampfsperre.

Der 29 Jahre alte Hallen-Europameister wurde am 13. Mai bei einer Trainingskontrolle zum zweiten Mal nach 2002 positiv auf Anabolika getestet, berichtete die slowakische Tageszeitung "Sme" unter Berufung auf "eine Quelle aus dem Umfeld des österreichischen Laboratoriums in Seibersdorf bei Wien".

Das Blatt sprach vom "bisher größten Doping-Skandal der Slowakei".

Methandienon gefunden

Konopka war bereits vor sechs Jahren wegen Dopings gesperrt; ein zweites Vergehen zieht laut Doping-Code eine lebenslange Wettkampfsperre nach sich. Der Zeitung "Sme" zufolge handelt es sich bei der nachgewiesenen Substanz um das Anabolikum Methandienon, das der menschliche Körper nicht auf natürliche Weise produzieren kann.

Der Slowake hatte eingeräumt, dass ihm das Ergebnis der A-Probe mitgeteilt worden sei. Vom ebenfalls positiven Ergebnis der B-Probe sei der Leichtathletik-Weltverband IAAF erst am vergangenen Dienstag vom Labor unterrichtet worden, schreibt die Zeitung.

Konopka war im Vorjahr erneut in die Schlagzeilen geraten, als der Slowake bei den Halleschen Werfertagen starten wollte. Die besten deutschen Kugelstoßer boykottierten daraufhin das Traditionsmeeting, weil sie nicht gegen einen überführten Dopingsünder antreten wollten.


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