Samstag, 14.06.2008

Kiefer ohne Chance

Kohlschreiber im Finale gegen Federer

Halle/Westfalen - Philipp Kohlschreiber hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Finale des mit 713.000 Euro dotierten Rasenturniers im westfälischen Halle erreicht, Nicolas Kiefer musste hingegen gegen Roger Federer eine Lehrstunde hinnehmen.

Kohlschreiber, Halle
© Getty

Im Halbfinale setzte sich der Augsburger Kohlschreiber in famoser Manier gegen James Blake (USA) mit 6:3, 7:5 durch und trifft im Endspiel auf Roger Federer aus der Schweiz.

Der Weltranglisten-Erste bezwang den Hannoveraner Kiefer in der Vorschlussrunde mit 6:1, 6:4. "Federer ist der Unbezwingbare, aber ich werde versuchen, ihm den Titel streitig zu machen", sagte Kohlschreiber.

Kiefer, der das Turnier 1999 gewinnen konnte und zuletzt 2003 das Finale erreicht hatte, war nur im zweiten Satz stellenweise ebenbürtig und schied nach 65 Minuten aus.

Kiwi nicht unzufrieden

"Wer gegen Federer nicht von der ersten Sekunde an dagegenhält, wird knallhart bestraft", sagte der 30-Jährige, der in den Duellen mit dem Ausnahmespieler nun eine 4:10-Bilanz aufweist, trotzdem aber nicht unzufrieden war.

"Der Einzug ins Halbfinale war für mich ein Teilerfolg", meinte Kiefer. Am Montag reist er nach London, um als Vorbereitung auf das Turnier in Wimbledon drei Schaukämpfe zu bestreiten.

Federer dort erneut einen Triumph an, will zunächst aber in Halle seine Erfolgsserie ausbauen. "Ich habe mich mit jedem Spiel verbessert, konnte aber auch von den Fehlern Kiefers profitieren", sagte Federer, der dieses Jahr in Halle noch keinen Satz abgeben musste und seinen fünften Sieg in Ostwestfalen anpeilt.

Finale gegen Federer "eine Ehre"

Diesmal muss er sich im Finale mit einem gut aufgelegten Kohlschreiber messen. Der Augsburger agierte gegen den Weltranglisten-Siebten Blake über 72 Minuten nervenstark und aggressiv von der Grundlinie.

"Ich habe gute Schläge drauf und will das Endspiel einfach genießen. Es ist für mich eine Ehre, in einem Finale gegen Federer antreten zu dürfen", sagte der Weltranglisten- 40., der sich den Respekt seines Finalkontrahenten bereits erarbeitet hat. "Kohlschreiber hat schon einiges geleistet und ist ein sehr gefährlicher Gegner", meinte Federer.


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