Freitag, 27.06.2008

Segeln

Kinzl bei Kieler Woche weiter in Gelb

Kiel - Drei Tagessiege hat die deutsche Segel-Mannschaft trotz Regen und Kälte bei der Kieler Woche eingefahren. Das neu eingeführte Gelbe Trikot der Führenden verteidigte als einzige Deutsche Romy Kinzl auf dem RS:X-Surfbrett mit einem ersten und einem zweiten Platz.

Mit neun Punkten liegt sie weit vor der Polin Agata Brygota (21). "Ich bin sehr gut drauf, ich überrasche mich gerade selber", sagte die gebürtige Berlinerin, die in Kiel trainiert.

"Ich habe es immer wieder geschafft, trotz der drehenden Winde taktisch nach vorn zu segeln", erklärte die 29-Jährige, die bis zum 15. Juli auf eine Nachnominierung für die Olympischen Spiele hofft.

Vielleicht zu spät

"Vielleicht kommt meine Leistung ein bisschen spät, aber besser zu spät als nie", meinte Kinzl, die nur fünfzig Prozent der Nominierungskriterien erfüllt hatte. "Ich nutze hier die Gelegenheit, mein Leistungspotenzial zu zeigen."

Der zweimalige Weltmeister Alexander Hagen und sein Vorschoter Frithjof Kleen (Hamburg) landeten einen Tagessieg und schoben sich in der bestens besetzten Starbootklasse auf den dritten Rang (13 Punkte). Die Führung hat der brasilianische Olympiasieger Robert Scheidt (8) punktgleich vor dem Schweden Fredrik Loof.

"Das Feld ist sehr gut"

Tornado-Segler Johannes Polgar (Dänisch-Nienhof) kommt im Star immer besser in Fahrt: Als Gesamtsechster (28) deutete er sein Potenzial für den nächsten Olympia-Zyklus an, wenn die Tornados nicht mehr olympisch sind.

Die 49er-Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel), die den Deutschen Segler-Verband bei Olympia vertreten, liegen nach drei Wettkampf-Tagen auf einem guten fünften Platz. Ihr Top-Boot wartet bereits in Qingdao, vor Kiel segeln sie mit einer Ersatzjolle. "Das Feld hier ist sehr gut, wir können hier bestens für Olympia trainieren", sagte Hannes Peckolt.

Trotz eines Tageserfolges und zwei dritten Plätzen konnte der Paralympics-Teilnehmer Heiko Kröger (Kiel/14 Punkte) seinen Konkurrenten Damien Seguin (13) aus Frankreich in der Klasse 2.4 mR nicht überholen.

Laser Radial-Steuerfrau Petra Niemann, die ihrer dritten Olympia-Teilnahme entgegensieht, kommt bei den Kieler Regatten nicht in Fahrt. "Die Generalprobe geht kräftig daneben", gab die Berlinerin zu, "aber jetzt weiß ich, woran ich noch arbeiten muss." Als 16. muss sie sich am Samstag steigern, um das Medaillenrennen der besten Zehn am Sonntag zu erreichen.


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