Samstag, 07.06.2008

Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza

Kappler und Garenamotse siegen

Bad Langensalza - Bianca Kappler aus Rehlingen und Gable Garenamotse aus Botswana haben das internationale Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza gewonnen.

Während Kapplers Siegerweite von 6,97 Meter wegen des minimal zu starken Rückenwinds von 2,3 Metern pro Sekunde nicht in die Bestenlisten aufgenommen werden darf, verbesserte sich der Afrikaner mit 8,22 Metern auf Platz acht der Weltbestenliste.

Als Tageszweite egalisierte die als staatenlos geltende Südafrikanerin Karin Mey mit 6,93 Metern die Saison-Weltbestmarke der USA-Springerin Brittney Reese. Dritte wurde Jade Johnson (Großbritannien/6,71). Kapplers bester regulärer Sprung wurde mit 6,77 Metern vermessen.

Winter mit deutscher Jahresbestweite

Hinter Garenamotse lieferten sich die beiden Leverkusener Sebastian Bayer und Nils Winter sowie Peter Rapp (Tübingen) mit Sprüngen über acht Meter einen spannenden Kampf um die Ehrenplätze und den Europapokal-Start.

Mit dem letzten Versuch verbesserte Winter als Zweiter mit dem 110. Sprung über acht Meter in der Meeting-Geschichte seine eigene deutsche Jahresbestweite um 20 Zentimeter auf 8,14 Meter.

Mit persönlicher Bestmarke von 8,12 Meter landete der 22-jährige Bayer auf dem dritten Platz vor Rapp, dessen 8,10 Meter aber von etwas zu viel Rückenwind (+2,3 m/s) unterstützt wurden.

Kappler tankt Selbstvertrauen

"Ich wollte hier über acht Meter springen, bester Deutscher werden und möglichst die Olympia-Norm von 8,20 Meter springen. Die ersten zwei Ziele habe ich erreicht. Bei der Norm wurde es nur die Hälfte, doch ich bin optimistisch, dass ich die 8,20 Meter auch noch schaffen kann", sagte der Sieger vom Team Referenznetzwerk Leverkusen.

Bianca Kappler haderte zwar wegen des Hauchs zu viel Windunterstützung, tankte aber ob ihrer Klassevorstellung viel Selbstvertrauen. "Bei den 6,97 Meter fehlte mir etwas Glück. Ich hatte mit nur 1,4 Meter pro Sekunde Rückenwind noch einen knapp übergetretenen Sprung klar über sieben Meter. Das gibt ein gutes Gefühl. Ich bin besser als im vergangenen Jahr, als ich in Osaka WM- Fünfte wurde", sagte Kappler.

Ziel: Deutsche Meisterschaft

Die 30-Jährige will in den kommenden zehn Tagen intensiv im heimischen Saarbrücken trainieren, um endlich in einem Olympia-Jahr auch deutsche Meisterin zu werden.

"Der Sprung über sieben Meter und die 6,97 stehen zwar nicht in der Bestenliste, haben sich aber bei mir im Kopf fest eingeprägt. Ich weiß, dass ich sieben Meter springen kann. Regulär habe ich mir sie für Peking aufgehoben."


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