Donnerstag, 12.06.2008

Kanu

Wackelkandidaten bangen um Olympia

Duisburg/Ascona - Die sieben noch aktiven Athen-Olympiasieger können für den Peking-Start planen, aber im Team hinter Andreas Dittmer & Co. gibt es noch ein paar Fragezeichen.

Die Antworten will der Deutsche Kanu-Verband (DKV) beim Heim-Weltcup in Duisburg finden. "Die Konzentration beim Weltcup liegt in den noch offenen Bootsklassen", sagte DKV- Sportdirektor Jens Kahl.

Im Kajak-Einer über 500 Meter und im Kajak-Zweier über den Kilometer wird bei den Herren noch der Mann für China gesucht; und auch der Kölner Max Hoff hat im Kajak-Einer über 1000 Meter zwei Monate vor den Spielen den Olympia-Platz nicht sicher.

Erns vs. Lubisch

200-Meter-Weltmeister Jonas Ems aus Essen muss sich über die olympische 500-Meter-Distanz gegen den Berliner Torsten Lubisch behaupten.

Im Kajak-Zweier messen das eingefahrene Duo Andreas Ihle (Magdeburg) und Rupert Wagner (Essen) gegen die in Szeged gute neue Kombination Marcus Groß/Norman Zahm (Berlin/Essen) die Kräfte.

Konzentration auf 500 Meter

Die Überlegung, im Kajak-Zweier über 1000 Meter ebenso wie über 500 Meter Tim Wieskötter (Potsdam) einzusetzen, wurde beim DKV indes wieder verworfen.

"Tim Wieskötter kann sich so voll auf die 500 Meter konzentrieren, wo er zusammen mit Ronald Rauhe schon seit mehreren Jahren ungeschlagen ist", sagte Kahl über die Erfolgsbilanz des Duos. Die letzte Niederlage bei Titelkämpfen musste der Sieggarant bei Olympia 2000 einstecken.

Hoff auf Peking-Kurs

Nur noch wenig wackelt die Olympia-Teilnahme von Hoff. Der entthronte Wildwasser-Weltmeister ist im Kajak-Einer über 1000 Meter wohl nicht mehr vom Peking-Kurs abzubringen.

Sollte er beim Heim-Weltcup dennoch Martin Hollstein unterliegen, dann gibt es am 16. Juni noch einmal ein Ausscheidungsrennen der beiden. "Am 16. Juni müssen wir auch die Nominierungsvorschläge beim DOSB abgeben", sagte Chef- Bundestrainer Reiner Kießler vor dem Wettstreit von 36 Nationen auf der Haus-Strecke.

Schwierige Situation

"Für uns ist das eine neue Situation, von einem aufs andere Wochenende bei zwei hochkarätigen Wettkämpfen bestehen zu müssen. Aber die Termine sind nun mal so festgelegt und nach dem Duisburger Weltcup müssen wir Klarheit über unsere Olympia-Mannschaft haben", sagte der Coach, der schon die meisten Bootsklassen fest besetzt hat.

Dittmer und die andere Goldcrew von Athen lösten ihr Ticket beim Weltcup in Szeged vor wenigen Tagen, nun soll die restliche Besatzung folgen. "Ich hoffe, dass wir die Leistungen von Szeged auch hier in Duisburg vor heimischem Publikum unter Beweis stellen können."


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