Doppelführung für Ford bei Rallye Türkei

SID
Samstag, 14.06.2008 | 18:47 Uhr
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Kemer/Türkei - Der dreifache Marken-Weltmeister Ford startet mit einer Doppelführung in die Final-Etappe der Rallye Türkei.

Der Finne Mikko Hirvonen eroberte die Spitze zurück und beendete die zweite Etappe des achten Weltmeisterschaftslaufes mit einem Vorsprung von 16,1 Sekunden auf seinen Landsmann und Ford-Teampartner Jari-Matti Latvala.

Die Taktik der Ford-Piloten, sich am Vorabend bewusst zurückfallen zu lassen, um nicht als erste Fahrzeuge auf die türkischen Schotterpisten starten zu müssen, ging damit auf.

Das Nachsehen hatte der Vortagessieger und vierfache französische Weltmeister Sébastien Loeb, der in seinem Citroen C4 viel Zeit verlor und mit einem Rückstand von 34,2 Sekunden auf Rang drei das Ziel im Küstenort Kemer erreichte.

"Mehr ging nicht"

"Wir hatten ausgerechnet, dass wir für den letzten Tag einen Vorsprung von 30 Sekunden brauchen, um gewinnen können. Unsere Rechnung ist aufgegangen", sagte Spitzenreiter Hirvonen.

Der Finne würde wieder die WM-Führung vor Loeb, der noch mit einem Zähler vor Hirvonen führt, übernehmen. "Ich bin heute immer am Limit gefahren. Ich glaube nicht, dass ich hätte noch schneller fahren können. Mehr ging nicht", äußerte sich der 40-malige Rallye-Sieger Loeb fast resignierend. "Ich glaube nicht, dass ich noch aus eigener Kraft etwas bewegen kann. Dafür ist  der Vorsprung zu groß", ergänzte der Franzose.

Loebs Chef Olivier Quesnel hatte die Ford-Taktik kritisiert. "Wir haben in diesem Jahr fünf von sieben Rallyes gewonnen, ohne solche Taktiken anzuwenden. Wir bremsen Loeb nicht, wir lassen ihn fahren. Ford braucht wohl solche taktische  Spielchen, weil sie sehen, wie schwer wir zu schlagen sind", sagte Quesnel.

Prüfung nach Unfall neutralisiert

Am Morgen wurde auf der ersten Prüfung ein Zuschauer verletzt, als der private Mitsubishi Lancer des Portugiesen Bernardo Sousa von der Piste in eine Zuschauergruppe rutschte.

Der Zuschauer wurde mit einem Beinbruch ins Krankenhaus in Antalya geflogen. Sousa und sein Beifahrer Jorge Cavalho blieben unverletzt, schieden aber aus. Die Prüfung wurde neutralisiert.

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