Samstag, 07.06.2008

Kanu

Dittmer löst 2. Olympia-Ticket

Szeged - Der dreimalige Olympiasieger Andreas Dittmer darf in Peking über zwei Strecken starten - und auch die anderen sechs noch aktiven Athen-Goldmedaillen-Gewinner dürfen nach China.

Kanu, Olympia, Dittmer
© DPA

Wie schon im Canadier-Einer über 1000 Meter hielt der 36-jährige Dittmer (Neubandenburg) auch über 500 Meter seinen 16 Jahre jüngeren Herausforderer Sebastian Brendel (Potsdam) in Schach.

Als Zweiter des Finals beim Weltcup im ungarischen Szeged musste er sich nur um die Winzigkeit von 12/1000 Sekunden Attila Vajda (Ungarn) geschlagen geben.

Fischer und Reinhardt in Peking dabei

Nach Katrin Wagner-Augustin (Potsdam), Carolin Leonhardt (Mannheim), Christian Gille (Leipzig), Tomasz Wylenzek (Essen) sicherten sich beim Weltcup in Szeged auch Ronald Rauhe und Tim Wieskötter (beide Potsdam) im Kajak-Zweier über 500 Meter das Olympia-Ticket.

Damit sind sieben von neun Olympiasiegern von vor vier Jahren in zwei Monaten bei den Sommerspielen am Start.

Über die Peking-Qualifikation dürfen sich auch die Olympia- Debütantinnen Fanny Fischer (Potsdam) und Nicole Reinhardt (Lampertheim) nach ihrem eindrucksvollen Sieg im Kajak-Zweier über 500 Meter vor den Ungarinnen Natasa Janics und Katalin Kovacs (Ungarn) freuen.

Mission Gold

Wie Dittmer mussten sich Rauhe/Wieskötter dagegen mit dem ungewohnten zweiten Platz hinter den Ungarn Zoltan Kammerer/Gabor Kucsera zufriedengeben.

Bei Weltcups standen die Potsdamer Olympiasieger im Kajak-Zweier über 500 Meter nicht immer auf dem Siegerpodest, bei Titelkämpfen sind sie aber seit sieben Jahren ungeschlagen.

"In Peking zählt nur Gold", lautet die Devise des Erfolgsduos. Ob Wieskötter, wie am Freitag in Szeged geprobt auch in Peking im Kajak-Zweier über 1000 Meter startet, bleibt abzuwarten. Denn das Gold-Unternehmen über den halben Kilometer wollen Rauhe/Wieskötter unter keinen Umständen gefährden.

"Wir wissen jetzt, was wir noch tun müssen", sagte Rauhe.

Dramatik um Zieleinlauf

Fast aus dem Häuschen waren die Zuschauer beim Rennen zwischen Dittmer und Vajda - selbst auf dem Zielfoto soll kein Sieger klar erkennbar gewesen sein.

"Bei einer Differenz von 12/1000 Sekunden würde eine breitere Ziellinie für zwei Sieger reichen. Ich bin aber auch so überglücklich über den Ausgang dieses Rennens", sagte Dittmer, der in Peking über 500 und 1000 Meter starten und erfolgreich abschneiden will.


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