Sonntag, 01.06.2008

Italien-Grand-Prix in Mugello

Deutsche Piloten unzufrieden - 3. Sieg für Rossi

Mugello - Erfahrungen gesammelt, Lehrgeld bezahlt: Die beiden deutschen Motorrad-WM-Piloten Sandro Cortese und Stefan Bradl waren nach dem Italien-Grand-Prix in Mugello unzufrieden.

Zwar schafften beide in der Klasse bis 125 ccm mit den Rängen acht und zehn Top-Ten-Plätze, doch in einem überaus ausgeglichenen Feld, aus dem der Italiener Simone Corsi am Ende als Sieger hervorging, war bedeutend mehr möglich.

In den anderen beiden Klassen vervollständigten Marco Simoncelli (Gilera/250 ccm) und Valentino Rossi (Yamaha/MotoGP) mit ihren Siegen die Erfolgsbilanz der Gastgeber.

Bradl hadert

Vor allem Bradl haderte mit sich und dem Material. Der Zahlinger zeigte von Startplatz elf kommend eine starke Leistung, hatte eine Lücke nach drei Runden zugefahren und in Runde vier sogar die Führung übernommen.

"Das und die schnellste Rennrunde waren die Pluspunkte eines blöden Wochenendes. Ansonsten hatte ich große Abstimmungsprobleme, und das von Freitag an", schimpfte Bradl.

Hoffen auf Barcelona

Besonders mit dem Hinterreifen war er alles andere als zufrieden. "Ich konnte hier wegen der vielen Richtungsänderungen nicht meinen breiten Lieblingsreifen nutzen, sondern musste einen schmaleren benutzen. Der aber passt nicht zu meinem Fahrstil", sagte der Bayer.

Ab Runde acht konnte er das Tempo der Spitze nicht mehr mitgehen. "Ich bin nur noch 30 Prozent gefahren", meinte Bradl und suchte die Schuld bei sich: "Im Qualifying hätte ich eher rausgehen müssen, um das Motorrad bei schnellen Runden abzustimmen. Rang zehn ist nicht mein Anspruch, nun hoffe ich nächste Woche auf Barcelona."

Lob für Cortese

Lob hatte Bradl für seinen Konkurrenten Sandro Cortese übrig. "Der ist hier verdammt gut gefahren, und zwar das ganze Wochenende. Ich wollte bei ihm dranbleiben, doch das hat nicht geklappt", sagte der 18-Jährige. Cortese selbst haderte derweil wieder einmal mit seinem Rennbeginn.

Die ersten drei bis vier Runden fehlte ihm der Biss, um sich im Gedränge zu behaupten. Als die Post vorn abging, war er nicht dabei. Da half ihm dann auch ein starker Endspurt nicht.


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