Montag, 02.06.2008

Russische Festspiele

Aus für Scharapowa - Federer ohne Probleme

Paris - Die Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa ist bei den French Open im Achtelfinale ausgeschieden. Die 21-Jährige verlor in einem russischen Duell gegen Dinara Safina 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 2:6. Bei den Herren hatte der Weltranglisten-Erste Roger Federer keine Probleme.

Tennis, Paris, French Open, Sharapova
© Getty

Maria Scharapowa wird die French Open auch im sechsten Anlauf nicht gewinnen und könnte ihre Führung in der Weltrangliste schon nach wenigen Wochen wieder verlieren.

"Das war bestimmt nicht das Erste, woran ich gedacht habe", sagte die 21-Jährige nach ihrer 7:6 (8:6), 6:7 (5:7), 2:6-Niederlage gegen Dinara Safina. "Das war so einer dieser Tage, an dem manches schief geht und auch ein bisschen das Glück fehlt."

Bruder Marat gratuliert per SMS

Um kurz vor 18 Uhr musste die Nummer eins der Tennis-Welt den Traum von der Komplettierung ihrer Grand-Slam-Titelsammlung erneut begraben. Eine Vorhand landete neben der Linie, Dinara Safina sank erst einmal zu Boden.

"Gut gemacht, gutes Spiel", schrieb Bruder Marat Safin per SMS an seine jüngere Schwester, wie diese später in der Pressekonferenz verriet. Die 22-Jährige trifft nun in einem weiteren russischen Duell auf Jelena Dementjewa.

Federer ohne Probleme

Während bei den Damen eine Top-Favoritin ausgeschieden ist, gab es bei den Herren keine Überraschungen. Roger Federer zog nach einem Dreisatz-Erfolg erwartungsgemäß ins Viertelfinale ein.

Im Pariser Nieselregen erreichte der Weltranglisten-Erste mit einem 6:4, 7:5, 7:5-Erfolg gegen Julien Benneteau (Frankreich) die Runde der letzten Acht der French Open.

Am meisten nervte den Branchenprimus aus Basel auch zu Beginn der zweiten Turnierwoche von Roland Garros wieder einmal das miserable Wetter in der französischen Hauptstadt.

Eine Stunde Pause

Die ersten beiden Sätze hatte Federer gerade für sich entschieden, da zeigten sich wieder die dicken grauen Wolken. Zunächst blieb der Schweizer einfach auf seiner Bank sitzen, wie um zu demonstrieren: Lass uns trotzdem weiterspielen, ich bin gerade so gut drauf.

Aber dem Schiedsrichter bleib keine andere Wahl, als die Protagonisten für mehr als eine Stunde in die Kabine zu schicken.

Auch nach der Regenpause tröpfelte es zunächst noch, weshalb Federer schnell Kraft für das Viertelfinale gegen Fernando Gonzalez (Chile) sparen wollte - was ihm nach 2:26 Stunden Spielzeit schließlich auch gelang.

"Hoffentlich läuft es ähnlich gut wie heute. Dann bin ich guter Dinge", sagte der Branchenprimus aus Basel. "Ich bin Favorit und hoffe, ins Finale einzuziehen."

Duell der Youngster

In einem weiteren Viertelfinale duellieren sich an diesem Dienstag die beiden jüngsten Spieler des Herren-Feldes: der 21 Jahre alte Australian-Open-Champion Novak Djokovic und der 19 Jahre alte Überraschungs-Mann Ernests Gulbis aus Lettland.

Beide kennen sich bestens aus gemeinsamen Trainingstagen in der Akademie des ehemaligen deutschen Davis-Cup-Kapitäns Niki Pilic in München.

"Im Training hat er mich immer zerstört. Ich konnte nicht ein Match gewinnen", sagte der Serbe Djokovic - und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Also liegt der ganze Druck auf ihm, oder? Er ist der Favorit."

Gulbis will Kumpel ärgern

Natürlich ist der 1,91 Meter große Weltranglisten-80. Gulbis der klare Außenseiter, will aber seinen alten Kumpel zumindest ein bisschen ärgern.

"Wenn er seine Qualität auf den Platz bringt und mit seinem Service arbeiten kann, wird sicher auch Djokovic Probleme haben", glaubt Gulbis' österreichischer Trainer Karl-Heinz Wetter.

Halbfinale der Federer-Verfolger?

Realistischer ist aber die Prognose, dass sich die Zuschauer am Freitag im Halbfinale auf das elfte Kräftemessen zwischen den beiden Federer-Verfolgern Djokovic und Rafael Nadal freuen dürfen.

Der Titelverteidiger aus Spanien, der als erster Spieler seit Björn Borg vor 27 Jahren den vierten French-Open-Titel nacheinander anstrebt, muss an seinem 22. Geburtstag am Dienstag allerdings noch die Aufgabe gegen Landsmann Nicolas Almagro erfüllen.

"Wenn ich gewinne, wäre es ein schönes Geburtstagsgeschenk. Wenn nicht, wäre es ganz schön schlecht", sagte der Linkshänder aus Mallorca.

Russische Meisterschaft in Paris

Gerade noch vor der Regenpause erreichte Dementjewa durch einen Sieg im russischen Achtelfinale gegen Vera Swonarewa die Runde der letzten Acht. Dort trifft sie auf Safina.

"Ich habe das Gefühl, eine russische Meisterschaft zu spielen und nicht Roland Garros", sagte die Weltranglisten-Achte. "In der ersten Runde habe ich gegen Vera Duschewina gespielt, jetzt wieder gegen eine Vera und dann wieder gegen eine Russin."

Im Halbfinale könnte sie auf Swetlana Kusnezowa treffen - richtig, eine Russin.


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