Volleyball

Hübner: Wir wollen nach Peking

SID
Donnerstag, 22.05.2008 | 14:10 Uhr
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Düsseldorf - Das Bangen für Italien-Profi Stefan Hübner ist vorbei: Bundestrainer Stelian Moculescu hat den 32-jährigen Routinier trotz seines noch nicht völlig ausgeheilten Muskelfaserrisses in der linken Wade für die Olympia-Qualifikation in Düsseldorf berufen.

"Wir versuchen, alles zu machen, dass ich für die zwei entscheidenden Spiele einsatzfähig bin", sagte der Mittelblocker und hofft nun auch auf Einsätze gegen Kuba und Europameister Spanien.

"Wir wollen das Turnier gewinnen und nach Peking. Das wäre ein Riesending." Darin ist sich der Zwei-Meter-Mann mit seinen Teamkameraden einig.

Riskante Nominierung

Der "Italiener", der zum Auftakt am Freitag gegen Taiwan noch geschont werden dürfte, weiß aber auch, dass seine Nominierung mit einem Risiko verbunden ist. "Wir haben diese absehbare Entscheidung gemeinsam getroffen, und ich hoffe, dass sie richtig war. Mein persönliches Risiko ist, dass ich über das Limit gehe. Der Trainer müsste dann mit zwei Mittelblockern auskommen", meinte Hübner.

Seine Lebensgefährtin Angelina Grün konnte das begehrte Peking-Ticket bei den Frauen diesmal nicht lösen, das sich die Männer nun nach 36 Jahren Olympia-Abstinenz seit 1972 in München sichern wollen.

"Gehören zu acht besten Teams"

"Wir haben das Zeug dazu und gehören zu den besten acht Teams der Welt", meinte Hübner, der sei 2000 in Italien spielt und noch zwei Jahre Vertrag beim Top-Team Sisley Treviso hat. "Wir haben seit Jahren dafür gearbeitet. Wenn wir es hinbekommen, dass jeder seine maximale Leistung abruft, dann schaffen wir die Peking-Teilnahme", sagte der 215-fache Nationalspieler.

"Hübi ist einer der weltbesten Mittelblocker. Er tut jeder Mannschaft gut", erklärte Moculescu, warum er nicht auf seinen Musterschülers verzichten will.

Pause tat gut

Hübner hat eine lange verletzungsbedingte Durststrecke hinter sich. Nach einem Patellasehnenanriss, zwei Ermüdungsbrüchen in beiden Schienbeinen und einer Bandscheiben-Operation hatte er seine Karriere 2005 schon für beendet erklärt, fand aber über den Beachvolleyball in die Halle zurück.

"Volleyball in der Halle ist mein Spiel", sagte er, als sein Partner Thomas Kröger ebenfalls wegen einer Verletzung pausieren musste.

"Die lange Pause hat mir gut getan", meinte der viermalige deutsche "Volleyballer des Jahres" im Rückblick. Bei Platz neun zur WM 2006 in Japan war er zweitbester Mittelblocker vor Teamkollegen Ralph Bergmann (Moers) und wurde von den Trainern in die Weltauswahl gewählt. In der starken italienischen Lega Uno war er vor und nach seiner Verletzung zweimal bester Blockspieler.

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