Weltverband beschließt Ausländer-Quote

SID
Montag, 12.05.2008 | 16:47 Uhr
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Berlin - Trotz großen Protestes aus vielen Ländern hat der Volleyball-Weltverband FIVB eine Ausländer-Quote beschlossen, an die sich alle nationalen Verbände und Clubs halten müssen.

Nach der neuen FIVB-Regel 1.6.1.4 dürfen ab der Spielzeit 2010/11 für einen Verein nur noch zwei Spieler gleichzeitig auf dem Feld stehen, die nicht für die Nationalmannschaft dieses Clubs spielberechtigt sind.

Die nationalen Verbände haben zudem die Möglichkeit, einen dritten ausländischen Akteur zuzulassen. Keine Einschränkung soll es bei den Transfers geben, jeder Club kann so viele internationale Profis verpflichten, wie er will.

Neue Quote ab 2010 bindend

Die neue Regel wurde am Pfingstmontag vom Administration Board der FIVB in Lausanne beschlossen.

In der kommenden Spielzeit gilt noch die alte Regel, die keine Ausländer-Beschränkung vorsieht. In der Saison 2009/10 soll es eine Übergangsregel geben, ab 2010/11 ist die neue Quote bindend.

Der Beschluss muss allerdings noch vom Weltkongress des Verbandes im Juni in Dubai bestätigt werden, bei dem jedes der 219 Mitgliedsländer ein Stimme hat.

DVV kritisiert die neue Regel

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) sieht das Ziel, die Nationalmannschaften zu stärken, zwar als richtig an, diesen Weg aber als falsch.

"Ob diese Art und Weise mit einer Ausländerquote zu dem Ziel führt, das FIVB-Präsident Ruben Acosta verfolgt, ist zweifelhaft", sagte Verbandssprecher Thilo von Hagen.

Zudem müssten die europäischen Verbände noch sehen, wie die neue Regel mit dem EU- Recht zu vereinbaren sei.

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