Rudern

Hacker feiert Start nach Maß

SID
Donnerstag, 08.05.2008 | 17:47 Uhr
Rudern, Marcel Hacker, Peking, Mindaugas Griskonis
© Getty
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München - Marcel Hacker hat die erste Aufgabe der olympischen Rudersaison leicht und locker gemeistert. Auf den Tag genau drei Monate vor der Eröffnung der Sommerspiele in Peking präsentierte sich die deutsche Medaillenhoffnung aus Frankfurt/Main in guter Frühform.

Beim Weltcup-Auftakt auf seiner Trainingsstrecke in München dominierte er den Vorlauf und verwies Mindaugas Griskonis (Litauen) mit gut zwei Sekunden Vorsprung auf Rang zwei.

Die direkte Qualifikation für das Halbfinale ersparte dem WM-Fünften einen kräftezehrende Umweg über den Hoffnungslauf. "Der erste internationale Auftritt des Jahres fällt immer schwer, aber ich bin auf gutem Weg", befand Hacker.

Große Aufgaben warten

Scheinbar mühelos kontrollierte der WM-Fünfte das Rennen und konnte es sich bereits 300 Meter vor dem Ziel leisten, das Tempo zu drosseln. Doch die Zeit der leichten Siege ging für den WM-Fünften damit zu Ende.

Schon im Halbfinale muss er Farbe bekennen. Schließlich ist in München bis auf Weltmeister Mahe Drysdale (Neuseeland) die komplette Skiff-Weltelite am Start. "Da wird es bereits ein Hauen und Stechen geben", mutmaßte Hacker.

Schon allein aus psychologischen Gründen will sich kein Medaillenkandidat im vorolympischen Kräftemessen eine Blöße geben.

Auch Frauen-Zweier überzeugt

Neben Hacker überzeugten die Europameisterinnen Lenka Wech/Maren Derlien (Saarbrücken/Hamburg) im Zweier ohne Steuerfrau. Weitere Vorlaufsiege gab es im Frauen- und Männer-Doppelzweier.

Nicht nur deshalb konnte sich die Bilanz des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am ersten Wettkampftag sehen lassen: Von den bisher 13 in den olympischen Klassen gestarteten Boote kamen acht direkt weiter.

Ob der DRV in Peking auch im Frauen-Einer vertreten ist, steht allerdings in den Sternen. Denn die Suche nach einer Nachfolgerin für Olympiasiegerin Katrin Rutschow-Stomporowski gestaltet sich schwierig.

Grahn voller Optimismus

Weder Stephanie Schiller (Potsdam) noch Sophie Dunsing (Berlin) werden Chancen eingeräumt, die Tickets bei der Qualifikationsregatta Mitte Juni in Posen nachträglich zu buchen.

Die Vorläufe in München machten wenig Mut: Sowohl Schiller (2. Platz) als auch Dunsing (3.) blieben den Nachweis ihrer Olympiatauglichkeit schuldig, zogen aber immerhin in das Viertelfinale ein.

Der Weltcup-Auftakt gilt als wichtige Standortbestimmung für die endgültige Besetzung der Olympia-Teams. Der neu formierte Deutschland-Achter greift noch in das Geschehen ein.

Trotz des Autounfalls der beiden Teammitglieder Philipp Naruhn und Florian Eichner (beide Halle/Saale), die bei der Anreise nach München nur mit viel Glück unverletzt geblieben waren, gab sich Trainer Dieter Grahn optimistisch.

"Die Trainingseindrücke waren gut. Nun kommt es darauf an, diese Leistungen im Wettkampf zu bestätigen."

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