Freitag, 16.05.2008

Leichtathletik

Montgomery zu 46 Monaten Haft verurteilt

White Plains - Der frühere US-Sprintstar Tim Montgomery ist zu einer Haftstrafe von 46 Monaten verurteilt worden. Vor einem Gericht in White Plains hatte sich der ehemalige 100-Meter-Weltrekordler wegen millionenschweren Scheckbetruges und Geldwäsche verantworten müssen.

Im April 2006 hatte der 33-Jährige zugegeben, an Straftaten aus dem Jahr 2005 beteiligt gewesen zu sein. Ein Mittäter war sein ehemaliger Trainer Steve Riddick, der deshalb bereits eine fünfjährige Gefängnisstrafe absitzt. Montgomery hatte seine Leichtathletik-Karriere 2005 beendet, nachdem er wegen Dopings gesperrt worden war.

Auch wegen Drogen-Handels angeklagt

Seine frühere Lebenspartnerin Marion Jones, mit der er auch ein Kind hat, war ebenfalls in den Scheckbetrugs-Fall verwickelt. Vor Gericht hatte sie im Oktober vergangenen Jahres zugegeben, gegenüber Untersuchungsbehörden im Zusammenhang mit der Geldwäsche und dem Scheckbetrug gelogen zu haben.

Unter anderem wegen dieses Meineides verbüßt die einst schnellste Frau der Welt in Texas derzeit eine sechsmonatige Haftstrafe.

Am 9. Juli muss sich der frühere Weltklasse-Leichtathlet Montgomery zudem vor der Justiz wegen Drogen-Handels verantworten. Am 30. April war er verhaftet worden und sitzt seitdem in Portsmouth im US-Bundesstaat Virginia in Haft. Ihm wird vorgeworfen, im Vorjahr in Virginia mit mehr als 100 Gramm Heroin gehandelt zu haben. Am 6. Mai hatte Montgomery sich nicht schuldig bekannt.


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