Sonntag, 11.05.2008

Kajak

Dörfler holt EM-Bronze im Kajak-Einer

Krakau/München - Die deutschen Slalom-Kanuten haben bei den Europameisterschaften in Krakau nur eine Medaille in einer olympischen Disziplin gewonnen. Der Augsburger Vize-Weltmeister Fabian Dörfler erkämpfte Bronze im Kajak-Einer.

Kajak, Dörfler
© DPA

Der Sieg ging an den WM-Dritten Campbell Walsh (Großbritannien) vor dem Italiener Daniele Molmenti. Im Canadier-Zweier verpassten die Zwillinge Kay und Robby Simon (Halle/Saale) um 3,8 Sekunden den dritten Rang. Hier ging der erste Platz an die slowakischen Olympiasieger an Pavol und Peter Hochschorner.

Am Samstag ging der Deutsche Kanu-Verband (DKV) leer aus. Beim Dreifach-Erfolg der tschechischen Kajak-Damen war Jasmin Schornberg (Hamm) vom ersten Platz nach dem Halbfinale im Endlauf noch auf Rang neun zurückgefallen.


Martikan setzt sich durch 

50 Sekunden Strafe nach einem Torfehler hatten alle Hoffnungen auf Edelmetall zunichte gemacht. Beste Deutsche beim Erfolg der 40 Jahre alten Olympiasiegerin Stepanka Hilgertova vor Marie Rihoskova und Irena Pavelkova war Claudia Bär (Augsburg) auf Rang sieben.

Im Canadier-Einer der Herren wurde der Slowake Michal Martikan seiner Favoritenstellung gerecht. Der Olympiasieger von 1996 setzte sich vor Stanislav Jezek (Tschechien) und Alexander Slafkovsky (Slowakei) durch. Die deutschen Athleten Lukas Hoffmann (Dormagen) und Nico Bettge (Magdeburg) verpassten als Elfter und Zwölfter knapp das Finale der besten Zehn.

Große Leistungsdichte 

EM-Teamchef Michael Trummer war mit dem Auftritt seiner Mannschaft, in der die fünf Olympia-Starter fehlten, trotz der mageren Medaillen-Ausbeute in den olympischen Disziplinen zufrieden.

"Das Niveau ist insgesamt sehr hoch, die Leistungsdichte groß, das haben wir gerade bei den Kajak-Herren gesehen. Wenn man dazu noch in Betracht zieht, dass wir unser derzeit jeweils bestes Boot in jeder Kategorie gar nicht dabei hatten, haben sich hier alle gut verkauft", sagte Trummer, der in den nicht-olympischen Team-Wettbewerben zweimal Gold und einmal Bronze verbuchen konnte.

Simon-Zwillinge arbeiten sich vor

Für Vize-Weltmeister Dörfler war sogar mehr als Bronze drin, aber eine Berührung brachte ihm zwei Strafsekunden und kostete letztlich Rang eins. "Die Berührung war schade, aber jedenfalls hat es wieder mal Spaß gemacht zu paddeln", gab sich der Augsburger mit dem dritten Rang zufrieden.

Beim überragenden Erfolg der slowakischen Brüder Hochschorner, die die Konkurrenz mit 8,24 Sekunden Vorsprung für sich entschieden, fuhren die Simon-Zwillinge noch von Rang zehn nach dem Halbfinale auf Platz vier vor. "Der zweite Lauf war richtig gut. Wir könnens also noch", sagte Kay Simon.


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