Donnerstag, 08.05.2008

Tennis

Katarer wollen an German Open festhalten

Berlin - Die Debatten und Spekulationen um die Zukunft der German Open reißen nicht ab. Der veranstaltende Tennis-Verband von Katar betonte nochmals, dass die Katarer "dieses Turnier so belassen wollen wie es ist".

Der Deutsche Tennis-Bund (DTB) hatte die Rechte für 6,7 Millionen Euro an den Verband des Scheichtums verkauft, seit 2005 veranstaltet dieser das Traditionsturnier im Berliner Grunewald. Bis 2009 besteht ein Vertrag für den Standort in der deutschen Hauptstadt.

"Wir wollen den Weg weitergehen, den unser ehemaliger Präsident Scheich Mohamed eingeschlagen hat", hatte der neue katarische Generalsekretär, Mohamed Al Mohamadi, erklärt.

Zukunft bleibt noch offen

Verbindliche Aussagen über die Zukunft des Turniers über 2009 hinaus machen die Funktionäre des Scheichtums in diesen Tagen nicht.

Fakt ist: Schon 2009 wird es einschneidende Veränderungen für die German Open geben, die für die Katarer ein Zuschussgeschäft sein sollen.

"Die German Open kosten bestimmt drei Millionen Dollar. Das holen die Katari nicht rein", mutmaßte DTB-Verbandsdirektor Erik Ballauff in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

DTB ohne Einflussmöglichkeiten

Die Verkaufsentscheidung hält der DTB noch immer für richtig. "Das Turnier findet weiter in Berlin statt. Es gibt vier Wildcards für deutsche Spielerinnen und der Verband ist saniert", sagte Ballauff.

Dass der deutsche Verband keinerlei Einfluss mehr auf die Zukunftsplanung des Turniers hat, sei normal. "Wer die Lizenz besitzt, der bestimmt, wo er das Turnier durchführt", betonte DTB- Sportdirektor Klaus Eberhard.

Mit der Veränderung der Turnierstruktur der Spielerorganisationen ATP (Männer) und WTA (Damen) vom kommenden Jahr an wird auch den German Open ein neuer Platz zugeordnet.

Azmy will Zusammenarbeit mit DTB

2009 sind die German Open für den 18. bis 24. Mai terminiert, das ist genau die Woche vor den French Open. Turnier-Direktor Ayman Azmy sah sich veranlasst, auf die Aussagen der DTB-Direktoren zu reagieren.

"Natürlich ist der DTB nicht autorisiert, Entscheidungen in Bezug auf die Katar Telecom German Open zu treffen. Das Turnier gehört nun mal der Katar Tennis Federation", sagte er.

"Und es obliegt uns daher, letztgültige Entscheidungen zu treffen", erklärte Azmy, der aber auf die "freundschaftliche Partnerschaft" zum DTB hinwies.


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