Dienstag, 20.05.2008

Leichtathletik

Dietzsch-Trainer Kollark: Ich bin nicht belastet"

Reutlingen - Dieter Kollark, Trainer von Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch aus Neubrandenburg, wehrt sich gegen die Vorwürfe, in das Dopingsystem der DDR verstrickt gewesen zu sein.

"Ich bin nicht belastet, meine Athleten sind alle nicht belastet und es gibt auch aktuell keine staatsanwaltlichen Ermittlungen", sagte Kollark dem Reutlinger "General-Anzeiger".

Das Dopingproblem, das jetzt aufgetischt werde, betreffe ihn nicht, weil er nach der Wende "von vier Kommissionen einschließlich der Staatsanwaltschaft ohne belastendes Ergebnis" überprüft worden sei. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gehen dem Verdacht nach, dass der 63-jährige Kollark in der DDR ab 1980 in die Vergabe von Dopingmitteln eingebunden gewesen sein soll.

"Vorwürfe treffen nicht mich, sondern Dietzsch"

"Diese Vorwürfe sind eine Störung der Olympia-Vorbereitungen meiner Athletinnen. Man trifft damit nicht mich, sondern die Sportler. Es gibt eventuell Personen, die Franka Dietzsch als letzte Ikone des DDR-Sports und DDR-Athletin in der Nationalmannschaft wohl in Frage stellen wollen", meinte der erfolgreichste Trainer der deutschen Leichtathletik nach der Wende.

Gold-Kandidatin Franka Dietzsch hatte bereits angedroht, auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen zu verzichten, falls ihr Trainer nicht nach Peking mitgenommen wird.

Kollark spricht von einem "Flächen-Bombardement". Das Thema komme regelmäßig vor Olympischen Spielen wieder auf. "Seit der Wende wurden bei meinen Athleten, die aus Ost und West sowie den GUS-Staaten kommen, weit über 500 Kontrollen durchgeführt und nie ist jemand von ihnen positiv gewesen. Alle waren immer bei Dopingkontrollen anwesend und haben eine klare Position gegen Doping eingenommen", betonte der Coach.


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