Hockey

Champions Trophy: Debakel für deutsche Damen

SID
Sonntag, 25.05.2008 | 20:13 Uhr
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© Getty
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Mönchengladbach - Deutschlands Hockeydamen haben im Endspiel der 16. Champions Trophy ein Debakel erlebt und gegen Argentinien mit 2:6 (1:3) verloren.

Nur einen Tag nach dem torlosen Gruppenspiel zwischen beiden Teams war Olympiasieger Deutschland am Sonntag im Finale vor 5500 Zuschauern gegen die spielstarken Südamerikanerinnen trotz der Tore von Janine Beermann (6.) und Kerstin Hoyer (49.) chancenlos.

"Das war sehr frustrierend. Wir haben viele einfache Tore gekriegt und waren nicht in der Lage mitzuhalten und selbst mal Druck aufzubauen", sagte Bundestrainer Michael Behrmann.

Argentinien feierte bei der Olympia-Generalprobe den zweiten Trophy-Erfolg nach 2001. "Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Peking", sagte Argentiniens Trainer Gabriel Monadeo.

Oranje-Team auf Rang drei

Das deutsche Team gewann das Turnier 2006 und stand in Mönchengladbach zum sechsten Mal im Endspiel. Weltmeister Niederlande sicherte durch einen 3:0 (2:0)-Erfolg gegen China den dritten Platz, Rekordsieger Australien wurde beim Turnier der sechs weltbesten Mannschaften vor Japan Fünfter.

Nach Angaben des Deutschen Hockey-Bundes kamen zu den 18 Spielen an sieben Tagen insgesamt rund 24 000 Zuschauer in den Mönchengladbacher Hockeypark.

Enttäuschung hält sich in Grenzen

Die Entscheidung in einem einseitigen Endspiel fiel früh: Alejandra Gulla (9.), Augustina Garcia (5.) und Carla Rebecchi (23.) untermauerten trotz des Gegentreffers von Beermann bereits in der ersten Hälfte die Überlegenheit ihrer Mannschaft. Nach der Pause sorgten Gulla (37./69.) und Claudia Burkart (52.) sowie Hoyers Anschlusstreffer zum 2:5 für das torreichste Spiel des Turniers.

Doch die Enttäuschung der deutschen Hockeydamen über die deutliche Niederlage hielt sich drei Monate vor der angestrebten Titelverteidigung bei den Olympischen Spielen in Peking im Rahmen.

Bei der Siegerehrung konnten die Spielerinnen von Bundestrainer Michael Behrmann wieder lächeln. "Wir wissen ja, dass wir viel mehr können", meinte Spielführerin Marion Rodewald.

Kampfansage für Peking

Auch der Trainer war mit dem gesamten Turnierverlauf nicht unzufrieden. "Wir können sehr stolz sein, dass wir bei dieser Konkurrenz überhaupt das Finale erreicht haben. Bei den Olympischen Spielen ist wieder mit uns zu rechnen", betonte Behrmann, der das deutsche Team seit 2006 trainiert und schon ein Jahr später zum Europameistertitel führte.

Das Kräftemessen mit der Weltelite war für die Spielerinnen zugleich die Bühne, um sich für den 16 Spielerinnen umfassenden Olympia-Kader zu empfehlen. Eine Entscheidung fiel aber nicht. "Es ist keine unangenehm aufgefallen. Alle haben Pluspunkte gesammelt", sagte Behrmann diplomatisch.

Die Nominierung erfolge nach weiteren Turnieren im Juli. Zunächst stehen zwei Wochen Pause an, dann geht die Olympia-Vorbereitung in die entscheidende Phase. "Für Peking reicht unsere Leistung noch nicht", hatte Behrmann schon vor dem Finale festgestellt.

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