Motorsport

Bradl fünfter in Shanghai

SID
Sonntag, 04.05.2008 | 14:57 Uhr
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Shanghai - Im Regen von Shanghai ist Stefan Bradl der absoluten Weltspitze ein weiteres Stück näher gerückt. Beim Motorrad- WM-Lauf von China kam der Zahlinger in der Achtelliterklasse als Fünfter ins Ziel.

Er verkürzte seinen Rückstand auf die Spitzenposition in der Gesamtwertung auf elf Zähler, zu Platz zwei fehlen gar nur zwei Punkte.

Auch Sandro Cortese zeigte ein starkes Rennen, blieb im Gegensatz zu Bradl aber nicht auf dem Motorrad sitzen und musste am Ende mit Platz 16 vorlieb nehmen.

Einen besonderen Tag erlebte der Italiener Andrea Iannone, der seinen ersten Sieg überhaupt einfuhr. In der 250-ccm-Klasse holte sich der Finne Mika Kallio auf KTM seinen zweiten Saisonerfolg und baute die Führung in der Gesamtwertung weiter aus.

Das Rennen der MotoGP wurde zu einem Comeback von Valentino Rossi. Der Italiener holte seinen ersten Sieg seit September 2007. Es war gleichzeitig der 63. Erfolg in der "Königsklasse".

"Das Wichtigste war, dass ich kühlen Kopf bewahrt habe. Ich wusste, dass es nicht auf eine schnelle Runde ankommt, ich meinen Rhythmus finden und den bis zum Ende fahren muss", sagte Bradl, der beim Überfahren der Ziellinie die Faust ballte und später in der Box vor Freude strahlte.

Zumal der Aprilia-Pilot bislang eher nicht als Regen-Ass galt. "Natürlich habe ich wie alle anderen auch Rutscher gehabt, war aber deswegen gewarnt. Als ich in den letzten Runden nach vorn und hinten Luft hatte, habe ich das Tempo gedrosselt und habe den fünften Platz nach Hause gefahren", betonte der 18- Jährige.

Von Teamchef Stefan Kiefer bekam er ein Sonderlob: "Die erste provisorische Pole Position am Freitag und das starke Rennergebnis im Regen zeigen, dass Stefan ganz vorn dabei ist."

Eine fast noch bessere Leistung zeigte Cortese, konnte die aber am Ende nicht in eine entsprechende Platzierung umsetzen. Nachdem er acht Runden vor dem Ende auf Platz sechs liegend ausgerutscht und gestürzt war, fuhr der Berkheimer die schnellsten Zeiten.

Damit katapultierte er sich wieder auf Rang acht nach vorn. "Dann wollte ich Joan Olive noch überholen, da hat mich in der vorletzten Kurve ein Highsider erneut umgehauen. Es ist so enttäuschend", schimpfte der Italo-Schwabe. Auch Teamchef Daniel Epp musste den zweiten Sturz erst verdauen. "Es war wohl das beste Grand-Prix-Rennen von Sandro überhaupt. Da ist es sehr enttäuschend, wenn so etwas passiert. Aber er hat gezeigt, dass er mithalten kann", sagte der Schweizer.

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