Basketball

ALBAtrosse mit Titel-Ambitionen

SID
Mittwoch, 21.05.2008 | 11:16 Uhr
Basketball, Bundesliga, Berlin, alba, playoffs
© DPA
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Berlin - ALBA Berlin hat das bittere Viertelfinal-Aus vom Vorjahr endgültig aus den Kleidern geschüttelt und die eigenen Ansprüche auf den ersten Meistertitel seit 2003 nachdrücklich untermauert.

Mit Spielfreude, Konzentration und Kampf erreichten die Berliner im Schnelldurchgang als erstes Team die am 27. Mai startende Halbfinalserie um die deutsche Meisterschaft.

"Wir werden alles dafür tun, um noch mehr solche Spiele rauszuhauen, es hängt absolut von uns selbst ab", sagte Sportdirektor Henning Harnisch nach dem souverän verwandelten Matchball zum 3:0 in der Serie "best of five" gegen die Eisbären Bremerhaven.

Sakalauskas optimistisch

"Ich sehe ALBA im Finale", prognostizierte Bremerhavens Coach Sarunas Sakalauskas. Er denkt, dass die Berliner im Finale sogar dominieren, vorausgesetzt, sie bleiben von Verletzungen verschont und konservieren die gezeigten Qualitäten aus der Viertelfinalserie. Diese beendete der siebenmalige Champion mit einem überzeugenden 95:73-Heimsieg vor 7618 Zuschauern im dritten Spiel.

Sakalauskas sei zweifellos ein Fachmann, erkannte Harnisch an, fügte aber auch hinzu: "Wir haben uns für das Halbfinale qualifiziert und werden jetzt keinen Schritt weiter denken. Wir lassen uns nicht von irgendwelchen Aussagen verführen."

Harnisch warnt

Der Hauptrunden-Sieger durchlebte in der laufenden Saison einige Höhen und Tiefen mit frühem Aus im ULEB-Cup, Rang vier im deutschen Pokal sowie der vorzeitigen Trennung von vier Spielern, präsentiert sich aber in der entscheidenden Meisterschaftsphase als physisch und psychisch stabile Einheit.

"Ich denke, der Schlüssel ist, dass wir als Mannschaft gut verteidigen - egal wer reinkommt, egal was passiert ist. Dazu treffen wir vorne gut, das gibt natürlich auch Selbstvertrauen", sagte Kapitän Patrick Femerling. Ex-Profi Harnisch warnt derweil vor Euphorie: "Man merkt, dass die Mannschaft will, sie wirkt spritzig, aber inwieweit das gefestigt ist, wird man sehen."

McElroy noch angeschlagen

Dem ehemaligen Serienmeister bleiben nun sechs Tage Zeit, um angeschlagene Leistungsträger wie Immanuel McElroy, der trotz Bänderdehnung im linken Knöchel auflief und im dritten Viertelfinalspiel mit 23 Punkten bester Werfer war, wieder richtig fit zu bekommen und sich auf die nächste Herausforderung einzustimmen.

Im ersten Halbfinale erwartet ALBA daheim den Sieger der Serie zwischen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und EWE Baskets Oldenburg. Gegen beide Teams gewann der Hauptstadtclub in der Vorrunde jeweils beide Punktspiele.

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