Dienstag, 13.05.2008

Segeln

America's Cup frühestens ab März 2009

New York - America's-Cup-Verteidiger Alinghi hat im Rechtsstreit mit dem klagenden US-Segelrennstall BMW Oracle Racing einen Erfolg erzielt. Der Oberste New Yorker Gerichtshof entschied, dass das Exklusivduell zwischen den Streitparteien frühestens am 12. März 2009 beginnen kann.

Segeln, America's Cup
© Getty

Damit wurde der Wunsch von BMW Oracle Racing, noch im Oktober dieses Jahres gegeneinander anzutreten, nicht erfüllt. Zudem steht es Alinghi laut Urteil überraschend frei, ob der Zweikampf in Valencia oder an einem anderen Ort ausgetragen wird.

Diese Urteilspassage widerspricht indes den Statuten der Cup- Stiftungsurkunde, nach der ein America's Cup zwischen November und April nur in der südlichen Hemisphäre stattfinden darf. Nach Ansicht von Alinghi ist ein Duell somit nicht vor Mai 2009 möglich.

Titelverteidiger benennt Austragungsort

Gegner BMW Oracle muss sechs Monate vor Wettkampfbeginn über die Ortswahl informiert werden.

"Wir begrüßen es sehr, dass das Gericht diese Angelegenheit vorantreibt und den Titelverteidiger dazu verpflichtet hat, den Austragungsort zu benennen. Wir werden den Entscheid nun genau prüfen, um unsere nächsten Schritte zu überlegen", sagte US-Sprecher Tom Ehman.

Ob der Streit mit dem Urteil ein Ende findet, darf bezweifelt werden. Die Schweizer haben den Fall bereits vor das New Yorker Berufungsgericht gebracht. Dort steht am 5. Juni eine weitere Anhörung an.

Im Kern geht es nun um das Zertifikat für die zu bauenden Mehrrümpfer, dessen Inhalt die Amerikaner bestimmen dürfen.

Trotzdem ungelöste Fragen

Alinghis Anwalt Lucien Masmejan beklagte die Blockadepolitik der Amerikaner und ihres Golden Gate Yacht Clubs (GGYC), die zum Bau der geplanten Mehrrümpfer notwendige Details zurückhalten.

"Mehrere Fragen bleiben ungelöst. Zum Beispiel ist das Zertifikat des GGYC entscheidend, da es unklar und widersprüchlich ist. Da sich der GGYC weigert, uns die Informationen zu liefern, die in der Stiftungsurkunde verlangt werden, müssen wir den Rechtsweg weiter beschreiten", sagte Masmejan.


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