Mittwoch, 14.05.2008

Volleyball

Acosta tritt als FIVB-Präsident zurück

Lausanne - Der Mexikaner Ruben Acosta wird nach 24 Jahren überraschend von seinem Amt als Präsident des Volleyball- Weltverbandes FIVB zurücktreten.

"Ich habe mich entschieden, meinen Posten in einer Zeit aufzugeben, in der der Verband stärker denn je ist", erklärte Acosta in Lausanne.

"Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich will meine Zeit nun mehr meiner Familie und privaten Dingen widmen". Der 73-Jährige will sein Amt beim nächsten FIVB-Kongress Mitte Juni in Dubai, zwei Jahre vor dem Ende seines Mandats, niederlegen.

Chinese übernimmt Amt

Acosta, dem viele Kritiker seit Jahren seinen selbstherrlichen Führungsstil vorwerfen, hat mit seiner Entscheidung sogar das Exekutivkomitee der FIVB überrascht.

Acosta musste sich in einer Reihe von Prozessen gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung und Unterschlagung wehren.

Zudem war der umstrittene Präsident durch Beteiligung an Sponsoren-Verträgen in die Kritik geraten.

Acosta hatte in Lausanne noch eine weitgreifende Ausländer-Regelung durchgesetzt. Danach dürfen ab der Spielzeit 2010/11 für einen Verein nur noch drei Spieler gleichzeitig auf dem Feld stehen, die nicht für die Nationalmannschaft dieses Clubs spielberechtigt sind.

Viele nationale Verbände, auch der Deutschen Volleyball-Verband (DVV), hatten sich dagegen gewehrt. Laut Statut des Weltverbandes wird bei einem Rücktritt des Präsidenten bis zu einer ordentlichen Wahl der Vizepräsident Mei Jizhong (China) die Führung der FIVB übernehmen.


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