Samstag, 24.05.2008

IndyCar: Vorschau auf die Indy 500

Danica Patrick Superstar

München - Die 500 Meilen von Indianapolis. Oder kurz: Die Indy 500. Eine Legende. Das größte Spektakel im Motorsport. Sagen viele.  

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© Getty

Und selbst wenn die übrige IndyCar-Saison selbst in den USA wenig Beachtung findet, sind sie doch alle da, wenn die 92. Auflage des Klassikers ansteht.

Aber warum? Was macht "The Brickyard" so besonders? Warum pilgern mehrere hunderttausend Menschen ins "Racing Capital of the World"?

Ist es die Tradition? In diesem Jahr zum Beispiel verkörpert von Marco Andretti, dessen Großvater, Vater, Onkel und Cousin bereits hier an den Start gingen.

Oder ist es der enge Kampf an der Spitze? Denn mit Helio Castroneves, Scott Dixon und Dan Wheldon stehen sich die ersten drei der Meisterschaft auch in Indianapolis wieder ganz weit vorne direkt gegenüber.

Oder sind es die Frauen? Denn was in anderen Rennserien nicht so recht klappen will, funktioniert bei den IndyCars hervorragend. Gleich drei Damen gehen bei den Indy 500 an den Start - und haben durchaus gute Chancen auf respektable Ergebnisse.

Entscheiden Sie selbst. SPOX.com stellt dazu einige der Protagonisten vor, auf die Sie beim Rennen besonders achten sollten.

 
Helio Castroneves (Team Penske)
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© Getty
Der Brasilianer hat in dieser Saison zwar noch kein Rennen gewonnen, führt aber wegen seiner beständig guten Resultate dennoch die Meisterschaft an. Und Indianapolis scheint für den 33-Jährigen ein besonders gutes Pflaster zu sein: Hier konnte er bereits 2001 & 2002 gewinnen. 
Scott Dixon (Target Chip Ganassi Racing)
Indianapolis 500, Indy 500
© Getty

 

Der 27-jährige Neuseeländer sicherte sich in Indianapolis die zweite Pole-Position der Saison. Als er zuletzt beim Saisonauftakt in Homestead ganz vorne stand, gewann er anschließend auch das Rennen. Mit einem Sieg in Indianapolis könnte er jetzt wieder die Führung in der Meisterschaft übernehmen.

 Dan Wheldon (Target Chip Ganassi Racing)
Indianapolis 500, Indy 500
© Getty

Der Indy-Racing-League-Meister von 2005 geht mit viel Rückenwind ins Rennen. Er gewann nicht nur das letzte Rennen in Kansas City, sondern war auch beim durch Regen nach elf Minuten abgebrochenen Abschlusstraining der Schnellste.

Und wie man in Indianapolis gewinnt, weiß der Engländer auch: Hier siegte er 2005.

Danica Patrick (Andretti Green Racing)
Indianapolis 500, Indy 500
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Drei Jahre hintereinander wurde die 26-Jährige bereits zum beliebtesten Fahrer der Rennserie gewählt - und mit ihrem Sieg beim Rennen im japanischen Montegi dürfte sie auch die letzten Kritiker von ihren sportlichen Qualitäten überzeugt haben.

Als erste Frau überhaupt gewann sie ein IndyCar-Rennen und liegt in der Meisterschaft mittlerweile auf Platz fünf. Auch beim Training in Indianapolis zeigte sie ihren männlichen Teamkollegen Tony Kanaan und Marco Andretti wo es langgeht und schob sich vor die Beiden.

Marco Andretti (Andretti Green Racing)
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© Getty

Mehr Motorsport-Tradition geht kaum. Großvater Mario gewann die 500 Meilen von Indianapolis bereits, Vater Michael startete hier 16 Mal - konnte aber nie gewinnen. Auch Cousin John und Onkel Jeff gingen im legendären Oval schon an den Start. Jetzt startet Marco von Platz sieben und will unbedingt gewinnen. Denn dann lockt die Formel 1: "In einer perfekten Welt gewinne ich erst die Indy 500 und komme dann in die Formel 1", sagte der 21-Jährige der "Gazzetta dello Sport". Erste Testfahrten im F-1-Honda hat er bereits absolviert. Jetzt fehlt nur noch der Indy-Sieg.

Sarah Fischer (Sarah Fisher Racing)
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© Getty

IRL, NASCAR, IndyCar - die erst 27-Jährige ist bereits mit vielen Wassern gewaschen. Und einige Rekorde kann sie auch noch für sich verbuchen. So ist sie zum Beispiel die jüngste Frau, die jemals an den Indy 500 teilgenommen hat und stand außerdem als erste Frau in einer großen Rennserie auf der Pole-Position. Jetzt hat sie auch noch ein eigenes Team: Sarah Fischer Racing heißt es und welchen besseren Ort gäbe es für eine Renn-Premiere, als die 500 Meilen von Indianapolis.

 Milka Duno (Dreyer & Reinbold Racing)
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Das ehemalige Model aus Venezuela, das aktuell im Kinofilm "Speedracer" zu sehen ist, scheint alle Klischees zu widerlegen. Dummes Model? Fehlanzeige: Duno hat vier Universitäts- Abschlüsse, darunter einen in Meeresbiologie. Nur hübsches Beiwerk im Rennsport? Wieder falsch: Denn mit ihrem zweiten Platz bei den 24 Stunden von Daytona ist sie dort die bestplatzierte Frau in der 45-jährigen Geschichte des Rennens. Jetzt soll auch in Indianapolis ein gutes Ergebnis her.

Jan-Hendrik Böhmer

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