Freitag, 04.04.2008

Segeln

Tornadoklasse 2012 vor Olympia-Comeback?

Hamburg - Die Auswahl der Segeldisziplinen für die Olympischen Spiele 2012 steht erneut auf dem Prüfstand. Nachdem vor allem die Streichung der Katamaran-Klasse Tornado für Kritik gesorgt hatte, will der Weltsegler-Verband ISAF die Entscheidung im Mai nochmals prüfen.

15 Nationalverbände hatten Anträge gegen die Streichung des Tornados und teilweise auch gegen die Einführung der Disziplin Matchrace nur für Frauen gestellt.

Der Deutsche Segler-Verband (DSV) zählte nicht zu den Antragstellern. "Wir haben zwar von Beginn an für den Tornado und gegen zwei ähnliche Einhand-Disziplinen für Männer votiert", sagte DSV-Präsident Rolf Bähr am Freitag, "wenn die Diskussion jetzt aber noch einmal neu aufbricht, wird eine demokratische Wahl in Frage gestellt. Wichtig sind jedoch gar nicht die einzelnen Disziplinen, sond ern spannendere publikumsträchtigere Formate wie Matchrace oder Teamsegeln."

In der Tornado-Klasse keimt indes Hoffnung auf ein olympisches Comeback auf. Tornado-Steuermann Johannes Polgar (Dänisch-Nienhof) sagte: "Es ist ein großer Schritt der ISAF, eine im Prinzip demokratisch gefällt Entscheidung noch einmal in Frage zu stellen. Es zeigt, wie enorm der Druck ist."


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