Volleyball

Vilsbiburg erstmals deutscher Meister

SID
Sonntag, 20.04.2008 | 21:16 Uhr
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Wiesbaden - Die Volleyball-Frauen der Roten Raben Vilsbiburg sind zum ersten Mal deutscher Meister.

Die Niederbayern kassierten in der Meisterrunde beim 1. VC Wiesbaden mit 1:3 (25:23, 21:25, 21:25, 18:25) zwar die zweite Niederlage hintereinander, profitierten aber vom Patzer des Dresdner SC. 

Die Sachsen unterlagen im Heimspiel 0:3 (18:25, 23:25, 24:26) gegen TSV Bayer Leverkusen und büßten damit die letzte Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung ein.

Vilsbiburg ist einen Spieltag vor Schluss mit 44:14 Punkten von Dresden (40:18) nicht mehr zu verdrängen. Das Spiel am 26. April in eigener Halle gegen Pokalsieger VfB Suhl (3:2-Sieg über Schweriner SC) ist nur noch Schaulaufen.

Nur eine Niederlage

Das Team des argentinischen Trainers Guillermo Carlos Gallardo hat im bisherigen Verlauf der Meisterrunde sieben von neun Spielen gewonnen und nur beim Schweriner SC mit 1:3 verloren.

Nach der Bundesligarunde mit 20 Spielen hatten der neue Titelträger, der entthronte Meister Dresdner SC und der Ex-Titelträger Schweriner SC jeweils 30:10 Punkte auf dem Konto, ehe der Meister zu seinem Siegeszug ansetzte und die Konkurrenz schwächelte.

Die Mannschaft aus der 11 500 Einwohner zählenden Kleinstadt Vilsbiburg wurde 1996 gegründet, hat nur 248 Mitglieder und gehört seit 2001 der höchsten deutschen Spielklasse an.

Jung-Kronseder brachte den Aufschwung

Bis vor diese Saison spielte Olympia- und WM-Teilnehmerin Birgit Thumm bei Vilsbiburg, deren Vertrag nach einer Knieoperation aber nicht verlängert wurde.

Zweite Plätze in den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 waren bisher die besten Ergebnisse für die Roten Raben, deren Aufschwung eng mit dem Namen ihres Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder verbunden ist.

In der Vorsaison war die Mannschaft nicht über den sechsten Platz hinausgekommen, blühte unter dem neuen Coach aber auf.

Mit Daniela Lanner Mapeli (Brasilien), Meng Yin (China) und Swetlana Waleriewa Zarkowa (Bulgarien) stehen drei Ausländerinnen im Team, Zuspielerin Nadja Jenzewski und Regina Burchardt kamen auch schon in der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz.

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