Freitag, 11.04.2008

Olympia

Olympisches Feuer in Argentinien eingetroffen

Buenos Aires - Das seit dem Start des Fackellaufs vor knapp drei Wochen von Protesten begleitete Olympische Feuer ist in Buenos Aires eingetroffen.

Die argentinische Hauptstadt ist die siebte Station auf der weltweiten Tour der Flamme vor den Olympischen Spielen im Sommer in Peking.

Auch in Buenos Aires stellten sich die Behörden auf Demonstrationen gegen die Tibet-Politik der chinesischen Regierung ein. Mehrere tausend Sicherheitskräfte sollten für einen störungsfreien Fackellauf sorgen.

In San Francisco hatten die Behörden aus Furcht vor gewaltsamen Ausschreitungen durch eine kurzfristig geänderte Laufstrecke Demonstranten von den Fackelträgern ferngehalten. Auch die Abschlussfeier wurde abgesagt.

Die Maschine mit dem Olympischen Feuer landete auf einem für die Öffentlichkeit gesperrten Teil des Flughafens von Buenos Aires. Starke Polizeikräfte riegelten auch die umliegenden Bereiche ab. Anschließend wurde das Feuer an einen geheimen Ort gebracht, wo es bis zum Lauf durch die Stadt aufbewahrt werden sollte. Zu Protesten kam es zunächst nicht. Die 13 Kilometer lange Strecke durch Buenos Aires soll vom Hafen am Präsidentenpalast Casa Rosada vorbei in Richtung wohlhabender Stadtteile gehen. Die Behörden mobilisierten 2700 Polizisten und 3000 weitere Helfer, um Störungen zu verhindern.

Maradona als Fackelträger?

Ob auch Fußball-Altstar Diego Maradona an dem Lauf teilnehmen würde, war zunächst unbekannt. Insgesamt 80 Läufer sollten die Fackel jeweils knapp 400 Meter weit tragen.

Buenos Aires ist die siebte von weltweit 21 geplanten Stationen des Fackellaufes. Nie zuvor war das olympische Feuer am Rio de la Plata, und die Hauptstadt des Tango ist zugleich der einzige Ort in der spanischsprachigen Welt, durch die der Fackellauf gehen soll. "Es wird alles gut organisiert, und wir sind überzeugt, dass dies ein Grund der Freude und des Stolzes sein wird", sagte Bürgermeister Mauricio Macri.

Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen 

Das Pekinger Organisations-Komitee BOCOG hat die Sicherheitsvorkehrungen beim olympischen Fackellauf weiter verstärkt. Nach BOCOG-Angaben in Peking sei das Aufgebot der chinesischen Sicherheitskräfte bei der Weltreise der Flamme noch einmal erhöht wurden. Eine genaue Zahl des zusätzlichen Personals wurde nicht bekanntgegeben.

"BOCOG hat uns heute erklärt, dass weitere Schritte unternommen wurden, Sicherheitsrisiken zu reduzieren. Es ging nur darum, die IOC- Exekutive zu beruhigen, dass alles unter Kontrolle ist", sagte Giselle Davies, Sprecherin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). BOCOG ist als Veranstalter des Fackellaufs für die als "Reise der Harmonie" angepriesene Tour verantwortlich.


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