Donnerstag, 03.04.2008

Tennis

Martina Müller vor Rückkehr ins Fed-Cup-Team

Hamburg - Martina Müller steht nach monatelangem Streit mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) vor der Rückkehr ins Fed-Cup-Team und soll die krisengeschüttelte Auswahl von Barbara Rittner vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit bewahren.

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© DPA

Beim Relegationsspiel in Argentinien am 26. und 27. April werde die 25-Jährige erstmals seit zwei Jahren wieder dabei sein, erklärte Rittner in Hamburg.

"Wir wollen einen gemeinsamen Neuanfang", sagte die Teamchefin. Offiziell nominieren werde sie ihr Team für die Partie auf Sand im "Pilara Tenis Club" von Buenos Aires fristgerecht am 16. April.

Zuletzt hatte Martina Müller bei der Erstrunden-Niederlage gegen die USA im April 2006 im Fed Cup gespielt und anschließend auf die strapaziöse Reise zum Abstiegsspiel in China verzichtet.

"Das, was war, vergessen"

Es folgte ein bizarrer Streit zwischen dem DTB, Rittner und Müller über angebliche finanzielle Forderungen der Spielerin, den Vorwurf der Erpressung, die Frage, wer auf wen zugehen und wer sich bei wem in welcher Form entschuldigen müsse.

"Wir sollten das, was war, vergessen", sagte Rittner über die geplante Rückkehr der auf Position 70 der Weltrangliste noch immer bestplatzierten deutschen Spielerin.

Neben dem Bodenbelag (Rittner: "Martina Müller ist die konstant erfolgreichste deutsche Sandplatz-Spielerin der letzten Zeit") dürfte der Teamchefin auch der Mangel an Alternativen die Entscheidung leichter gemacht haben. Anna-Lena Grönefeld ist derzeit kein Thema, die auf Position 302 der Weltrangliste abgestürzte Nordhornerin will erst im Mai wieder einen Comeback-Versuch starten.

Kein Empfehlungsschreiben von Görges

Tatjana Malek (95.) fällt nach einer schweren Erkrankung ebenso längere Zeit aus wie Andrea Petkovic (108.) nach ihrem Kreuzbandriss. Hoffnungsträgerin Julia Görges (128.) konnte sich bei ihrem enttäuschenden Debüt im Februar in den USA nicht unbedingt für den wichtigen Abstiegskampf empfehlen.

Gesetzt sein dürfte Shootingstar Sabine Lisicki (137.), die sich bei den Australian Open ins Rampenlicht gespielt und auch beim 1:4 in den USA mit einem Sieg gegen Lindsay Davenport überzeugt hatte.

Zudem hofft Rittner auf den Einsatz der derzeit verletzten Angelique Kerber (80.). Dann wäre noch ein Platz zu vergeben. "Es ist alles offen, ich weiß es wirklich noch nicht", sagte Rittner.


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