Montag, 14.04.2008

Turnen

Hambüchens Olympia-Training gerettet

Wetzlar - Fabian Hambüchens Olympia-Vorbereitung ist dank eines Kraftaktes der Stadtverwaltung Wetzlar gerettet worden.

Nach einer Krisensitzung gaben Landrat, Baudezernent und weiteren Sportstätten-Verantwortlichen der Heimatstadt des deutschen "Sportlers des Jahres" Entwarnung.

Für die überraschend gesperrte Trainingshalle der Goldhoffnung bei den Olympischen Spielen in Peking wurde ein Ersatz gefunden. Tags zuvor war bei Hambüchen am Rande des Cottbuser Turn-Weltcups die Hiobsbotschaft von der Hallensperrung wie eine Bombe eingeschlagen.

Decke drohte einzustürzen 

"Die marode Dachkonstruktion soll der Grund für die Sperrung sein. Teile der Decke drohten abzustürzen. Das war für mich natürlich wenig erfreulich", sagte Hambüchen, der zuvor am Boden gesiegt sowie am Barren und Sprung den zweiten Platz belegt hatte.

Nach Auskunft von Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen hätte sich Fabian ohne die nun gefundene Ersatzlösung zunächst in Frankfurt/Main auf die Spiele in Peking vorbereiten müssen. "170 Kilometer jeden Tag wären ein ziemlicher Kraftakt geworden", meinte Wolfgang Hambüchen.

Ersatzlösung ist bereits gefunden

Umso glücklicher ist die gesamte Familie Hambüchen nun, dass so unkonventionell eine Ersatzlösung gefunden wurde. Trainieren kann der deutsche Superstar künftig in zwei Teilen einer Vierfelder-Halle, die sich in unmittelbarer Nähe seiner Trainingshalle befindet.

"Diese Rettung kam zur rechten Zeit. Ich bin total happy, dass ich jetzt weiter am Ort trainieren kann", meinte Hambüchen, während sein Vater von einer "optimalen Lösung" sprach.

Zwar müsse die Halle zum Beispiel am Wochenende für Rollstuhl-Basketballer vorübergehend wieder geräumt werden, doch könne man mit dieser Lösung gut leben. "Ich danke allen Verantwortlichen, die sich so ins Zeug gelegt haben, um zu helfen", sagte der Reck-Weltmeister.

Rückkehr in alte Halle ungewiss

Wie es mit der eigentlichen Trainingshalle weitergeht, ist indes weiter unklar. "Sollten die Schäden reparabel sein, wäre das in drei Wochen ausgestanden.

Wenn aber die gesamte Dachkonstruktion erneuert werde muss, würde das mindestens ein halbes Jahr dauern", sagte Wolfgang Hambüchen.

Nach einer Trainingswoche in Wetzlar wechselt Fabian Hambüchen erst einmal zur unmittelbaren Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Lausanne, wo er seinen Reck-Titel verteidigen möchte, in das zentrale Trainingscamp der deutschen Auswahl nach Kienbaum.


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