Sonntag, 20.04.2008

Olympia

Smith gegen Attacken auf Fackellauf

München - Der ehemalige US-Sprinter Tommie Smith lehnt die Attacken auf den olympischen Fackellauf ab.

Smith selbst hatte 1968 in Mexiko-Stadt für den bisher bekanntesten Präzedenzfall eines politischen Protests bei Olympischen Spielen gesorgt. Damals hatte er bei der Siegerehrung gemeinsam mit dem Sprinter John Carlos aus Protest gegen die damalige Rassenpolitik in den USA die Faust mit einem schwarzen Handschuh in den Himmel gereckt. Dies ging als Black-Power-Protestaktion in die Geschichte ein.

"Angriffe auf Fackeln fördern den Frieden nicht", sagte Smith dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wir brauchen Dialoge, nicht Gewalt. Olympische Spiele beflügeln menschliche Kontakte, die zu Frieden führen. Boykotten gelingt das nicht."

Smith riet Athleten, die in Peking protestieren wollen: "Jeder muss selber entscheiden, ob er etwas tut. Ich übernehme keine Verantwortung! Wollen Sportler reden, müssen sie zuerst eine gemeinsame Botschaft festlegen. Sie können nicht nach China gehen und blind jemandem folgen."

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