Dienstag, 15.04.2008

Motorsport

Rallye startet in Budapest

Hamburg/Budapest - Puszta statt Wüste: Nach der Absage des ins Visier von Terroristen geratenen Dakar-Klassikers erlebt der Marathon-Rallyesport einen Neuanfang in Ungarn und Rumänien.

Die neu geschaffene Zentral-Europa-Rallye bildet den Auftakt der neuen Dakar-Serie. Die Teilnehmer können sich hier für die eigentliche Dakar-Rallye, die im Januar 2009 erstmals in Argentinien und Chile ausgetragen wird, qualifizieren.

Die Zeit der Vorbereitung für die Zentral-Europa-Rallye war jedoch kurz. Dakar-Veranstalter A.S.O. (Amaury Sport Organisation) gab den ungarischen Ausrichtern erst am 19. Januar den Zuschlag für das Rennen, das am 20. April in Budapest beginnt und nach sieben Tagen in Balatonfüred am Plattensee endet.

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"Wir betreten Neuland" 

Eigentlich war die Rallye erst für 2009 geplant. Nun musste der ungarische Dakar-Teilnehmer Szalay Balazs das 2671 km lange Rennen kurzfristig organisieren.

Dennoch ist das Teilnehmerfeld stark besetzt. Mit insgesamt 265 Fahrzeugen ist die Starterliste Dakar-würdig. Die meisten Fahrer, die wegen der überraschenden Absage des Dakar-Rennens am 5. Januar 2008 nicht in Lissabon starten konnten, haben sich für die Rallye-Premiere in Budapest angemeldet.

Angeführt wird das Feld von den Top-Teams des zwölffachen Dakar-Siegers Mitsubishi und des Herausforderers Volkswagen. "Mit der Zentral-Europa-Rallye betreten wir geografisch wie sportlich Neuland", sagte VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen.

"In Ungarn und Rumänien erwartet uns ein Off-Road-Gelände, das am ehesten den früheren Etappen der Dakar entspricht", beschrieb Nissen die Ersatz-Dakar.

Mit Sainz und Peterhansel

Volkswagen wie Mitsubishi treten mit dem kompletten Dakar-Kader an. Die Wolfsburger schicken vier Werks-Diesel-Touareg nach Budapest. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf der Fahrer-Paarung Carlos Sainz/Michel Perin (Spanien/ Frankreich).

Mitsubishi kontert mit seiner Dakar-Sieger-Mannschaft in vier Pajero mit dem französischen neunmaligen Rekord-Gewinner Stephane Peterhansel (dreimal Auto, sechsmal Motorrad) an der Spitze.

Ergänzt wird der Kreis der Automobil-Extremsportler mit den drei BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams. Einen der BMW steuert der Franzose Bruno Saby, Dakar-Sieger von 1993. Auch die Mönchengladbacherin Ellen Lohr, DTM-Siegerin 1992, ist im privaten Mitsubishi Pajero in Ungarn und Rumänien am Start.

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