Freitag, 18.04.2008

Eishockey

Drittes Spiel als Wegweiser

Berlin - Im Spiel eins nach dem Doping-Aufreger um Nationalspieler Florian Busch wollen die Eisbären Berlin wieder positive sportliche Schlagzeilen produzieren.

Köln, Berlin, Eishockey, DEL
© Getty

Am Freitag empfängt der deutsche Meister von 2005 und 2006 den achtmaligen Titelträger Kölner Haie zum dritten Final-Duell (18.15 Uhr in LIVE-SCORE und im Internet TV) - und Busch darf trotz einer erst verweigerten und dann nachgeholten Doping-Kontrolle vor den eigenen Fans auflaufen.

"Auf dem Eis kann ich am besten abschalten", sagte der gebürtige Bayer, der nach seiner "Riesendummheit" vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) nur mit einer Verwarnung, 5000 Euro Geldstrafe und 56 Stunden gemeinnütziger Tätigkeit im Nachwuchsbereich bestraft worden war.

"Als Profisportler und A-Kader-Athlet muss ich die Regeln kennen. Es war ein Fehler, an den ich mein ganzes Leben denken werde", erklärte Busch.

Ärger um Busch ist vergessen

Nun soll sich die volle Konzentration der Profis wieder auf die Endspiel-Serie richten, in der es 1:1 steht.

Drei Siege sind für den Meistertitel nötig. Das dritte Treffen wird bei Gleichstand allgemein als richtungsweisend für den weiteren Verlauf angesehen.

Er glaube nicht, dass der Ärger um seine Doping-Kontrolle Unruhe in die Mannschaft getragen habe, hofft Busch, der in den Playoff-Spielen schon fünf Tore erzielt hat. Dabei erhält er Unterstützung von seinem Trainer Don Jackson: "Das beeinträchtigt ihn nicht, mich nicht und auch das Team nicht.

Nur noch 6 Ausländer zur Verfügung

Mehr Sorgen macht sich der Coach, der wie sein Gegenüber Doug Mason noch keinen Meistertitel in der DEL feiern konnte, um sein Personal.

Neben Brandon Smith, Mark Beaufait und Christoph Gawlik fehlt in Nathan Robinson auch der Playoff-Topscorer der Liga. Der Kanadier sitzt eine Sperre vom jüngsten 1:2 im zweiten Spiel am Dienstag ab und ist erst am Sonntag im vierten Spiel in Köln wieder einsatzfähig.

Damit stehen den Berlinern nur noch sechs ihrer neun Ausländer zur Verfügung - ein Novum in der 13-jährigen Final- Geschichte der DEL. Erlaubt ist das Mitwirken von elf Legionären.

Haie in Bestbesetzung

Außerdem schlagen sich einige Berliner Leistungsträger seit Wochen mit Blessuren herum. Vorrunden-Topscorer Steve Walker und "Leitwolf" Denis Pederson spielen nach Knieverletzungen mit Spezialschienen.

Entsprechend selbstbewusst reisen die Haie nach dem ersten Saisonsieg gegen die Eisbären am Dienstag in die Hauptstadt. "Wir fahren dort nicht hin, um zu verlieren", betonte Kölns Manager Rodion Pauels.

Die Haie kommen in Bestbesetzung mit einem vor Tatendrang strotzenden David McLlwain. Der Kapitän ist rechtzeitig von einer Angina genesen und erzielte im zweiten Finalspiel prompt das Siegtor für die Haie.

"Wir haben gesehen, dass wir Berlin schlagen können. Das gibt uns Selbstvertrauen", sagte der Dauerbrenner.


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