Radsport

Doping-Sünder sind zurück

SID
Sonntag, 27.04.2008 | 15:59 Uhr
Advertisement
Jiangxi Open Women Single
DiLive
WTA Nanchang: Tag 2
World Matchplay
Di20:00
World Matchplay: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
Mi11:00
WTA Nanchang: Tag 3
World Matchplay
Mi20:00
World Matchplay: Tag 5
Jiangxi Open Women Single
Do11:00
WTA Nanchang: Tag 4
Swedish Open Women Single
Do11:00
WTA Bastad: Tag 4
National Rugby League
Do11:50
Panthers -
Bulldogs
World Matchplay
Do20:00
World Matchplay: Viertelfinals
Jiangxi Open Women Single
Fr10:00
WTA Nanchang: Viertelfinale
Swedish Open Women Single
Fr10:00
WTA Bastad: Viertelfinale
National Rugby League
Fr11:50
Eels -
Broncos
World Matchplay
Fr20:00
World Matchplay: Viertelfinals
National Rugby League
Sa07:00
Knights -
Dragons
Jiangxi Open Women Single
Sa11:00
WTA Nanchang: Halbfinale
Swedish Open Women Single
Sa16:00
WTA Bastad: Halbfinale
World Matchplay
Sa20:00
World Matchplay: Halbfinals
National Rugby League
So06:00
Storm -
Sea Eagles
Jiangxi Open Women Single
So10:00
WTA Nanchang: Finale
Swedish Open Women Single
So14:00
WTA Bastad: Finale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mo13:30
ATP Kitzbühel: Tag 1
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Di12:30
ATP Kitzbühel -
Tag 2
Bank of the West Classic Women Single
Di19:00
WTA Stanford: Tag 2
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mi13:30
ATP Kitzbühel : Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Mi20:00
WTA Stanford: Tag 3
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Do12:30
ATP Kitzbühel: Viertelfinale
Bank of the West Classic Women Single
Do20:00
WTA Stanford: Tag 4
National Rugby League
Fr10:00
Dragons -
Rabbitohs
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Fr13:00
Generali Open -
Halbfinals
Citi Open Women Single
Fr20:00
Washington Citi Open: Viertelfinale
Bank of the West Classic Women Single
Fr21:00
WTA Stanford: Viertelfinale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Sa14:00
Generali Open -
Finale
Citi Open Women Single
Sa22:30
Washington Citi Open: Halbfinale
Bank of the West Classic Women Single
Sa23:00
WTA Stanford: Halbfinale
Citi Open Women Single
So23:00
Washington Citi Open: Finale
Bank of the West Classic Women Single
So23:00
WTA Stanford: Finale

Berlin - Die Doping-Sünder des Radsports melden sich zurück und damit kündigen sich die nächsten sportrechtlichen Fehden an.

Der noch gesperrte Ivan Basso unterzeichnete einen Zweijahresvertrag bei Liquigas, der im Ruhestand befindliche Alexander Winokurow liebäugelt offenbar mit einem Comeback in Peking, der T-Mobile- Nachfolger High- Road-Team erhielt die Rote Karte für die Vuelta und Kronzeuge Jörg Jaksche gibt auf.

Zumindest die Basso-Rückkehr, die enormen Trainings-Aktivitäten des überführten Blutdopers Winokurow und die Ankündigungen seines kasachischen Radsport-Verbandes im Hinblick auf Olympia wirbelten am Wochenende Staub auf.

Mehr konnten wir nicht tun

Der 30-jährige Basso, dessen Zwei-Jahres-Sperre durch Winkelzüge des eigenen Radsport-Verbandes bereits am 24. Oktober ausläuft, versprach bereits "alte Stärke" für den Giro 2009.

Aber der Start des Fuentes-Kunden, der lediglich "die Vorbereitung einer Doping-Straftat" gestanden hatte, steht in den Sternen. Nicht nur, weil die Vereinigung der Profi-Teams AIGCP seinen neuen Rennstall folgerichtig wegen Verstoßes gegen den selbst auferlegten Ethik-Code am Wochenende ausgeschlossen hat.

Welche sportrechtlichen Konsequenzen das hat, steht noch nicht fest. "Ich begrüße den konsequenten Schritt der Team-Vereinigung. Mehr konnten wir nicht tun", sagte Gerolsteiner- Chef Hans-Michael Holczer in Lüttich.

Ich habe nie gedopt

Dreist muten die geplanten Aktivitäten Winokurows an, der bei der vergangenen Tour de France des Blutdopings überführt worden war, was zum vorzeitigen Abgang seines gesamten Astana-Teams geführt hatte.

Weil der einstige T-Mobile-Star nach der Ein-Jahres-Sperre seines Verbandes im Vorjahr unter wütenden Protesten sein Rad in die Ecke stellte ("Ich will mit diesem Sport nichts mehr zu tun haben - ich habe nie gedopt"), verzichtete der Weltverband UCI gegen die regelwidrig um ein Jahr zu milde Strafe vor das Sportschiedsgericht CAS zu ziehen.

Das scheinen Winokurow, Silbermedaillengewinner in Sydney hinter seinem Freund und damaligen Team-Kollegen Jan Ullrich, und sein Verband jetzt ausnutzen zu wollen.

High Road bestätigt Nicht-Start

Nichts spräche gegen seinen Olympia-Start, ließ sein Verband wissen. Das meldete am Wochenende der Internetanbieter Cycling weekley, der über harte Trainingseinheiten des 34-Jährigen Kasachen in seiner Wahlheimat Monte Carlo berichtete.

High Road nimmt nicht an der Vuelta (30. August bis 21. September) teil. Mit Verweis auf die Doping-Vergangenheit des Stapleton-Teams verzichteten die Organisatoren auf eine Einladung, meldete das niederländische Internetforum "Sportweek NL".

Das US-Team mit acht deutschen Profis bestätigte lediglich den Nicht-Start - ohne Angaben von Gründen. Durch die fehlende Verpflichtung der spanischen Veranstalter weiche das Team, das sich eines progressiven Anti- Doping-Regimes rühmt, auf die Tour of Britain, die Irland-Rundfahrt und die Missouri-Tour aus.

Keiner will mich

Geständnisse früherer Team-Mitglieder legten schon länger systematisches Doping im Telekom- und T-Mobile- Team nahe. Aus diesem Grund hatten sich zu Jahresbeginn auch die Giro-Organisatoren - bis zu ihrem Rückzug - geweigert, High Road zuzulassen.

Doping-Kronzeuge Jörg Jaksche ("Basso hat es cleverer angestellt") stellt seine Bemühungen ein, ein neues Team zu finden und erklärte seine aktive Laufbahn für beendet.

Am 30. Juni wäre die Ein-Jahres- Sperre des 31-jährigen Ansbachers ausgelaufen. Er habe wie "ein Besessener für eine Rückkehr" trainiert, aber einsehen müssen, "dass mich keiner will".

Jaksche wird studieren

Jaksche sagte der "Deutschen Presse-Agentur": "Die Interessenten hängten die Latten immer höher, mal diese Unbedenklichkeitserklärung, mal jene Vorbedingung. Ich mache da nicht mehr mit und werde mich jetzt um einen BWL-Studienplatz bemühen".

Auch dem zweiten deutschen Kronzeugen Patrik Sinkewitz, den seine Doping-Affäre an den Rand des Bankrotts geführt hat, werden nur wenige Comeback-Chancen unter alten Berufs-Kollegen zugetraut.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung