Eishockey

DEB-Frauen steigen ab - 2:4 gegen China

SID
Donnerstag, 10.04.2008 | 16:54 Uhr
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Harbin - Durch drei Gegentore in den letzten zwei Minuten haben die deutschen Eishockey-Frauen den Klassenverbleib bei der Weltmeisterschaft in China noch verspielt und sind zwei Jahre nach Platz fünf bei Olympia in die Zweitklassigkeit gestürzt.

Nach dem 2:4 (1:1, 1:0, 0:3) gegen die Gastgeberinnen in Harbin belegte Deutschland wegen der am Ende um einen Treffer schlechteren Tordifferenz in der Abstiegsrunde hinter China den letzten Platz. Zuvor hatte die deutsche Auswahl dort ihr erstes Spiel mit 2:1 gegen Japan gewonnen, das nach seinem 3:1 über China dank der besten Tordifferenz ebenfalls gerettet ist.

Das nicht in Bestbesetzung angetretene DEB-Team erlebte in der Schlussphase ein nicht mehr erwartetes Desaster. Nach Toren von Susann Götz (11. Minute) und Nina Ritter (24.) sowie dem Ausgleich durch Jin Fengling (13.) führten die Schützlinge von Bundestrainer Peter Kathan bis 122 Sekunden vor Ende 2:1. Doch binnen 62 Sekunden schafften Wang Linuo (58.) in Überzahl, Sun Rui (59.) und Zhang Shuang (60.) die nicht mehr erwartete Wende. Die Entscheidung fiel 40 Sekunden vor Schluss, erst drei Sekunden vor dem 2:4 hatten die Chinesinnen ihre Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin ersetzt.

USA und Kanada im Finale

Im Endspiel stehen sich erneut die nordamerikanischen Rivalen Kanada und USA gegenüber. Die Amerikanerinnen sicherten sich den Finalplatz in der Runde der Gruppen-Ersten doch noch mit einem 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) über Titelverteidiger und Olympiasieger Kanada. Damit konnten die USA noch das sensationelle 0:1 nach Verlängerung gegen Finnland ausbügeln, das um den dritten Rang gegen die Überraschungs-Mannschaft aus der Schweiz spielt.

Die Eidgenossinnen, die in der Vorrunde Deutschland mit 3:0 besiegt hatten, wurden Sieger in der Runde der Vorrunden-Zweiten. Dem sensationellen 4:3 nach Penaltyschießen über den Olympia-Zweiten Schweden folgte ein 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) über Russland. Bisher hatten stets Kanada, die USA, Schweden und Finnland um die Medaillen bei internationalen Turnieren gespielt.

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