Donnerstag, 10.04.2008

Olympia

China: Terrorgruppen zerschlagen

Peking - China hat nach offiziellen Angaben zwei angebliche Terrorgruppen zerschlagen, die Anschläge auf die Olympischen Spiele und Entführungen von Teilnehmern geplant haben sollen.

Nach Angaben des Pekinger Polizeiministeriums vom Donnerstag wollten die Gruppen aus der muslimischen Region Xinjiang ausländische Athleten, Touristen und Journalisten verschleppen. Außerdem hätten sie Selbstmordanschläge mit Sprengsätzen geplant.

Insgesamt seien acht Sprengköpfe, 9,5 Kilogramm Sprengstoff, sowie zwei komplette Sprengapparaturen entdeckt worden. 45 Personen seien festgenommen worden.

Die Gruppen hätten versucht, Selbstmordattentäter zu rekrutieren. Darüber hinaus hätten sie Anschläge in der Region Xinjiang unter anderem in der Hauptstadt Urumqi vorbereitet, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Eine Gruppe sei Ende März, Anfang April entdeckt worden. Eine andere Gruppe sei bereits im Januar aufgerieben worden. Ihr wurden Verbindungen zur Ostturkestanischen Islamischen Bewegung (ETIM) nachgesagt, die auch von den USA auf Drängen Pekings als Terrorgruppe eingestuft worden war.

In Xinjiang lebt das Turkvolk der Uiguren. Uigurische Exilgruppen beklagen kulturelle und religiöse Unterdrückung in China.


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