Montag, 07.04.2008

Olympia 2008

China: Sport und Politik auseinanderhalten

Peking - China hat auf die Mahnung des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, eine rasche und friedliche Lösung in Tibet zu finden, zurückhaltend reagiert.

Die Olympischen Spiele sollten als großartiges Sportereignis "von der Politik ferngehalten werden", sagte die Sprecherin des Organisationskomitees (BOCOG), Wang Hui, vor der Presse in Peking. "Ich denke, Herr Rogge nimmt die gleiche Position ein."

Diese Trennung von Politik und Sport gelte auch für den Fackellauf, sagte Wang Hui. Jedes Land habe seine Weise, mit Demonstrationen am Rande umzugehen.

"Ein paar Störungen" 

"Während des Fackellaufes hat es ein paar Störungen gegeben, aber wir glauben, dass alle friedliebenden Menschen in der Welt den Fackellauf unterstützen werden."

Die chinesische Zensur störte immer wieder die Berichte von den Zwischenfällen, die der US-Nachrichtensender CNN in China über Satellit verbreitete.

Zuschauer sahen häufig nur einen schwarzen Bildschirm und der Ton war weg. Die amtliche Nachrichtenagentur "Xinhua" zitierte allerdings die Äußerungen von Rogge zu Tibet im vollen Wortlaut.

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