Olympia

Nooke: IOC soll Protest der Athleten erlauben

SID
Mittwoch, 26.03.2008 | 12:08 Uhr
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Berlin - Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) aufgefordert, politische Protestaktionen der Sportler während der Olympischen Spiele zu erlauben.

Im Hinblick auf das Vorgehen der chinesischen Regierung in Tibet sagte Nooke der "Berliner Zeitung": "Wenn das IOC die Spiele weiter an Länder wie China oder Russland vergeben will, dann muss es den Sportlern auch erlauben, sich politisch zu äußern, und ihnen nicht mehr mit Konsequenzen drohen".

Auch das IOC müsse damit leben können, wenn sich Sportler zur Siegerehrung Protest-T-Shirts anzögen. Die IOC- Charta verbietet die Zurschaustellung politischer Ansichten.

Wirtschaftlicher Druck statt Boykott

Nooke sprach sich aber gegen einen Boykott der Spiele aus. "Wir können unsere Meinung über das Vorgehen der chinesischen Führung auch auf andere Weise als mit einem Olympia-Boykott zum Ausdruck bringen."

"Es sei gut, dass etwa die Kanzlerin noch nicht zugesagt habe, an der Eröffnungsfeier teilzunehmen."

 Der Vorsitzende der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Johannes Pflug, sprach sich für wirtschaftlichen Druck statt für einen Boykott aus.

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der SPD-Politiker: "Man muss darüber reden, welche Güter man nach China liefert". So könne zum Beispiel die Lieferung von Luxusgütern ausgesetzt werden.

Forderung nach Werten

Die FDP forderte den Bundestagspräsidenten auf, den Dalai Lama bei seinem nächsten Deutschland-Besuch im Frühjahr zu empfangen.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Liberalen, Florian Toncar, sagte dem "Reutlinger General-Anzeiger" (Mittwoch): "Wenn Bundestagspräsident Norbert Lammert den höchsten Repräsentanten der Tibeter empfängt, dann spricht das für eine klare und wertebewusste Haltung des deutschen Parlaments."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die ihn im September empfangen hatte, ist zu der Zeit nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers nicht in Deutschland.

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