Samstag, 01.03.2008

Boxen

Kentikian im Sprinttempo zum Sieg

Hamburg - Die Titelverteidigung von Doppelweltmeisterin Susi Kentikian dauerte nur 297 Sekunden. Dann brach der schwedische Ringrichter das ungleiche Gefecht zugunsten der in Hamburg lebenden Profiboxerin aus Armenien in der dritten Runde ab.

Kentikian, Boxen
© DPA

Ihre Gegnerin, die Philippinin Sarah Goodson, hatte in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Sporthalle Hamburg nicht den Hauch einer Chance gegen die quirlige, schlagstarke Championesse der Verbände WIBF und WBA im Fliegengewicht (bis 50,8 kg). Nach Serien von Körperhaken hatte Goodson weder Luft noch Lust.

Dabei war die Philippinin vor anderthalb Jahren selbst Weltmeisterin, allerdings im äußerst dünn besetzten Strohgewicht (bis 47,6 kg).

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"Dass der Klassenunterschied so deutlich wird, war nicht zu erwarten", sagte Dietmar Poszwa, Chef des Hamburger Spotlight-Boxstalls, einem Ableger der Universum Box-Promotion seines Schwiegervaters Klaus-Peter Kohl. "Daraus müssen wir lernen."

Top Fünf das Ziel

Die mangelnde Klasse der Herausforderin trübte Kentikians Freude über den schnellen Sieg nicht. "Ich habe gleich in der ersten Runde gesehen, dass ich gut klarkomme", sagte die nunmehr in 20 Kämpfen unbesiegte Boxerin, die mit 1,55 Meter ihre Rivalin noch um acht Zentimeter überragte.

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Die auf ihre Einbürgerung wartende Armenierin will jetzt ganz nach oben. "Ich will die Top Fünf der Welt boxen. Ich will alle Titel vereinigen", sagte die 20-Jährige und fand die Zustimmung ihrer Vorgängerin Regina Halmich. "Die Gegnerin war nicht WM-würdig. Susi braucht andere Herausforderungen", forderte die Ikone des deutschen Frauen-Boxens, die den Kampf für den übertragenden Fernsehsender "Pro7" als Co-Kommentatorin begleitete.

Entspannung ist angesagt

Noch in diesem Jahr soll neben dem WBA-Titel, den sie seit Februar 1997 besitzt, und den im Dezember eroberten WIBF-Gürtel, den zuvor Halmich zwölf Jahre trug, ein weiterer Bauchschmuck hinzukommen. "Das macht mein Manager", sagte sie lachend und nahm Poszwa in die Pflicht.

Bevor sie im Mai den nächsten Kampf bestreitet, will sie sich Ruhe gönnen. "Jetzt will ich die Zeit genießen und entspannen."

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