Hockey

Herren geizen nicht mit Toren

SID
Montag, 24.03.2008 | 12:06 Uhr
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Mannheim - Deutschlands Herren kannten keinen Geiz und schossen sich mit Toren satt gegen Schottland für die Olympia-Qualifikation warm.

Knapp zwei Wochen vor Beginn des Sechser-Ausscheidungsturniers im japanischen Kakamigahara, bei dem nur der Sieger das Peking-Ticket löst, veranstaltete die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise in Mannheim bei der Generalprobe mit dem 11:0 (6:0) über bedauernswerte Schotten ein "munteres Scheibenschießen" - und tat viel für ihr Selbstvertrauen.

"Das Ganze hat sicher wenig Aussagekraft, aber es hat Spielpraxis und schöne Tore gebracht. Und vor allem hat es den Jungs Lust auf Hockey gemacht", kommentierte Weise zufrieden das einseitige Geschehen.

Weise bleibt gelassen

Angesichts der Tatsache, dass der Gegner mit einem sehr jungen Team und ohne einige über Ostern im Europapokal beschäftigte Asse antrat, blieb der Coach trotz des Kantersiegs gelassen.

Dennoch war sein Fazit nach der Partie positiv: "Das war schon ziemliches Einbahnstraßen-Hockey, wir hatten heute aber auch kaum schwächere Phasen", betonte Weise.

Kapitän Timo Weß, Niklas Meinert, Florian Keller (je 2 Tore), Maximilian Müller, Sebastian Draguhn, Matthias Witthaus sowie die Brüder Christopher und Philipp Zeller (alle 1) steuerten die Treffer zum nie gefährdeten Erfolgserlebnis bei.

Zweites Spiel fällt Wetter zum Opfer

Ein weiterer Länderspiel-Vergleich mit den Briten war am Samstag einem heftigen Hagelschauer und einer vier Zentimeter dicken Hagelschneedecke zum Opfer gefallen.

Während die als Europameisterinnen schon für den Jahres-Höhepunkt in China qualifizierten deutschen Damen in Heidelberg in einem Vorbereitungsspiel locker aufspielen konnten und einen 4:2- Erfolg gegen Schottland erzielten, müssen die sieggewohnten Herren als enttäuschende EM-Vierte von 2007 nun dem Ausscheidungs-Druck standhalten.

In Japan ist der Weltmeister, dem im August vorigen Jahres in Manchester ein dritter Platz zur Olympia-Direktqualifikation gereicht hätte, vom 5. bis 13. April zwar klarer Favorit.

Gegner sind Italien, die Schweiz, Malaysia, Polen und Japan. Doch vor allem die aufstrebenden Gastgeber dürften auf heimischem Boden ein äußerst ernstzunehmender Gegner sein.

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