Tennis

Haas dank "Toiletten-Taktik" im Viertelfinale

SID
Donnerstag, 20.03.2008 | 09:05 Uhr
Tommy Haas
© Getty
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Indian Wells - Dank einer erfolgreichen "Toiletten- Taktik" hat Thomas Haas seine Siegesserie beim ATP-Masters-Turnier in Indian Wells ausgebaut. Nach dem 2:6, 7:5, 6:3-Erfolg gegen Andy Murray darf sich der Hamburger Tennisprofi im Viertelfinale mit Roger Federer messen.

Gegen den Schotten Murray hatte sich Haas für die Drei-Satz-Niederlage vor einem Jahr im Viertelfinale an gleicher Stelle revanchiert.

Dabei war Haas, der wie Murray nach seinem Drittrundenmatch am Dienstag nur 16 Stunden Pause hatte, gegen den Weltranglisten-Elften zunächst chancenlos und verlor den ersten Satz nach 33 Minuten klar mit 2:6.

Agressivität dank Klo-Pause

"Ich war überhaupt nicht zufrieden mit meiner Leistung, habe dann eine Toiletten-Pause eingelegt und mir dabei gesagt, dass ich einfach aggressiver auftreten muss - das hat dann geklappt", sagte der 29- Jährige, der sich im zweiten Durchgang nicht davon irritieren ließ, dass er bei einer 5:3-Führung sein Service verlor.

Der dritte Satz wurde zu einer reinen Willensfrage. Bis zum 3:3 vergab Murray vier und Haas zwei Breakbälle. Die Entscheidung fiel, als der Deutsche dem 20-Jährigen bei einer 4:3-Führung den Aufschlag abnahm.

Nach 2:13 Stunden nutzte er schließlich seinen zweiten Matchball zum größten Sieg seit seiner Schulteroperation am 16. November. Als "Belohnung" traf Haas im Viertelfinale am Freitag auf den Weltranglisten-Ersten aus der Schweiz, der sich gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:3, 6:4 durchsetzte.

Vorfreude auf Federer

"Es ist immer großartig, gegen Roger zu spielen. Ich denke, wenn ich einfach rausgehe, mein Tennis spiele und einige Big Points mache, habe ich vielleicht eine Chance", sagte Haas.

Auch Rafael Nadal hat sich durch eine erfolgreiche Revanche in die Runde der letzten Acht gespielt. Der Titelverteidiger aus Spanien besiegte Jo-Wilfried Tsonga im längsten Match des Tages nach 3:04 Stunden mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:3), 7:5.

Der Franzose hatte Nadal noch im Halbfinale der Australian Open düpiert und im dritten Satz bereits mit 5:2 geführt.

"Diesmal hatte ich Glück"

"Ich kämpfe immer und um jeden Punkt. Aber diesmal hatte ich Glück. Denn wenn du mit 2:5 gegen so einen starken Aufschläger wie Tsonga zurückliegst, verlierst du normalerweise mit 3:6. Dieser Sieg war so wichtig für mich und gibt mir ganz viel Selbstbewusstsein", sagte Nadal, der bereits einen Tag später wieder ran musste - und durch einen Erfolg gegen James Blake (USA) das Halbfinale erreichte.

Federer verteilte erst nach seinem Sieg gegen Ljubicic Geschenke. Das ganze Stadion stimmte zum 29. Geburtstag des Kroaten ein "Happy Birthday"- Ständchen an - und Federer überreichte Ljubicic eine riesige Torte.

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