Donnerstag, 06.03.2008

Sportpolitik

Dopingkontrollen harmonisieren

Berlin - Die Europäische Union (EU) will Anfang 2010 den Entwurf eines Sportprogramms vorlegen, das spätestens Ende 2011 in Kraft treten soll. Das erklärte der Leiter des Referats Sport beim EU-Kommissar für Kultur, Michael Krejza, auf einer Podiumsdiskussion in Berlin.

Bereits im Sommer dieses Jahres werde eine EU-Arbeitsgruppe Doping ihre Arbeit aufnehmen. Diese solle unter anderem die "Harmonisierung der Praxis" der unangekündigten Dopingkontrollen im Training innerhalb der 27 Mitgliedsstaaten verfolgen, sagte der Kommissionsbeamte.

Als konkrete Maßnahme kündigte Krejza noch in diesem Jahr eine EU-Leitlinie zur Steigerung der körperlichen Aktivitäten an: "Wir wollen den Mitgliedsstaaten Instrumente für nationale Regelungen an die Hand geben. Das soll politische Entscheidungen zur Stärkung des Schulsports, aber auch veränderte städtische Planungen befördern."

Kritik vom Bundesrat 

Hintergrund für die Vorlage des geplanten EU-Papiers sind die zunehmenden Zahlen von übergewichtigen und fettleibigen Jugendlichen und Erwachsenen in Europa.

Krejza stellte das am 11. Juli 2007 veröffentlichte EU-Weißbuch Sport vor, das die erste umfassende Initiative der Kommission auf dem Sektor des Sports darstellt und 53 Vorschläge enthält.

Der Bundesrat hatte zuletzt in einem Beschluss kritisiert, es gebe "deutliche Tendenzen zu einer Ausweitung der EU-Kompetenzen in Handlungsfelder des Sports hinein". Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages wird am 7. Mai über das EU-Weißbuch Sport beraten.


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