Sonntag, 02.03.2008

Fechten

Kleibrink löst Olympia-Ticket - Damen Zweiter

Tauberbischofsheim - Die deutschen Fechter haben im Kampf um die Olympia-Qualifikation wichtige Treffer gegen die Konkurrenz gesetzt.

Nach Degen-Weltmeisterin Britta Heidemann sicherten sich auch Säbelspezialist Nicolas Limbach und Benjamin Kleibrink im Herrenflorett endgültig die Tickets für die Spiele in Peking.

Dem WM-Dritten Kleibrink reichte dazu Platz zwei beim Heim-Weltcup in Bonn, Limbach wurde Dritter im bulgarischen Plowdiw. Durch einen hervorragenden zweiten Platz beim Team-Weltcup in Danzig verbesserten die Florettdamen ihre Chancen deutlich.

Die Säbelherren hingegen müssen nach Rang sechs beim Team- Weltcup in Plowdiw (Bulgarien) auf ein Wunder hoffen.

Bokel ohne weitere Chancen 

Claudia Bokel büßte beim Degen-Weltcup in Tauberbischofsheim auch ihre letzten Chancen ein. Während die Weltmeisterin von 2001 Trost bei der Familie fand, schrie Imke Duplitzer nach dem 9:15 im Viertelfinale gegen die Niederländerin Sonja Tol ihren Frust einsam im Abstellraum heraus.

"Das war blamabel, ich ärgere mich über mich selbst", sagte Duplitzer nach der vermeidbaren Schlappe gegen Tol, die das Finale 12:13 im Sudden Death gegen die Russin Tatjana Logunowa verlor.

Bei zwei noch ausstehenden Weltcups der bis Ende März dauernden Qualifikation ist die Bonnerin aber nach Berechnungen von Bundestrainer Manfred Kaspar "zu 80 Prozent" für die Spiele in Peking qualifiziert.

Pleite im Sudden Death 

Im Spätherbst ihrer Karriere verpasste Claudia Bokel das letzte große sportliche Ziel. Mit 4:5 Treffern im Sudden Death verlor die 34-Jährige im Achtelfinale gegen die Kanadierin Sherraine Shalm.

Ob die Weltmeisterin von 2001 nun ihre Laufbahn beendet, will sie erst in den kommenden Wochen entscheiden. "So viele Turniere wird es nicht mehr geben. Ich muss nachdenken", sagte die gebürtige Niederländerin.

Florettfechter Kleibrink unterlag in Bonn erst im Finale dem Franzosen Erwin Le Pechoux 13:15. Bis zum Finale zeigte der WM-Dritte eine souveräne Vorstellung und degradierte seine Gegner teilweise zu Statisten.

Joppich so gut wie dabei 

Auch Weltmeister Peter Joppich ist trotz einer überraschenden 11:15-Niederlage in Runde eins gegen den Italiener Luca Simoncelli die Qualifikation für die Spiele im August praktisch nicht mehr zu nehmen.

Bundestrainer Uli Schreck war mit dem Abschneiden beim "Löwen von Bonn" nicht zufrieden. "Für Benni kann es daheim nicht besser laufen. Der Rest war ausgesprochen schwach", sagte er. Joppich verlor ausgerechnet beim Heim-Weltcup das erste Mal in dieser Saison sein Auftaktgefecht.

Säbelspezialist Limbach verlor in Bulgarien am Samstag erst im Halbfinale gegen den Spanier Jorge Pina mit 10:15. "Jetzt hat er auch dem letzten Kritiker bewiesen, dass er zu den weltbesten Säbelfechtern gehört", sagte Bundestrainer Joachim Rieg, dessen Team jedoch durch Rang sechs im Team-Weltcup fast alle Chancen auf Peking einbüsste. Beim letzten Turnier in Algier müssten Limbach und Co. gewinnen.

Florettdamen unterliegen im Finale 

Hingegen schafften die Florettdamen einen großen Schritt Richtung Olympia. Das Tauberbischofsheimer Trio Carolin Golubytskyi, Anja Schache und Katja Wächter wurde nach einer 31:45-Finalniederlage gegen Vize-Weltmeister Russland Zweiter beim Team-Weltcup in Danzig.

Zuvor hatte das Team Frankreich im Halbfinale 27:26 im Sudden Death geschlagen. Beim letzten Qualifikationsturnier in St. Petersburg am kommenden Freitag kann die Mannschaft von Bundestrainer Ingo Weißenborn die Olympia-Qualifikation perfekt machen.


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