Montag, 24.03.2008

Schwimmen

"Aussies" in Olympia-Form: Drei Weltrekorde

Sydney - Australien bleibt auch nach dem Karriereende von Superstar Ian Thorpe eine Schwimm-Großmacht. Bei den Olympia-Ausscheidungswettkämpfen in Sydney zeigten die Athleten vom fünften Kontinent hervorragende Leistungen und schwammen in drei Tagen drei Weltrekorde.

Mit den "Aussies" wird in Peking (8. bis 24. August) zu rechnen sein. Herausragend war die Leistung der 19-jährigen Stephanie Rice, die über 400 m Lagen 4:31,46 Minuten erreichte, ihre eigene Bestzeit um erstaunliche sechs Sekunden verbesserte und 1,43 Sekunden schneller war als die Amerikanerin Katie Hoff bei der WM im Vorjahr in Melbourne.

Rice ist nun die "bessere Hälfte" des unbestritten schnellsten Paares im Schwimmsport: Ihr Freund, Eamon Sullivan, war vor wenigen Wochen Weltrekord über 50 Meter Freistil geschwommen. Die Bestleistung ist inzwischen aber wieder los.

Seebohm schwimmt mit 15 Weltrekord

Ebenfalls am ersten Tag der Meisterschaften im Olympia-Pool des Jahres 2000 übertrumpfte die 15-jährige Emily Seebohm den nur zwei Wochen alten Weltrekord der Amerikanerin Hayley McGregory über die nicht-olympischen 50 Meter Rücken um 5/100 Sekunden.

Die im Halbfinale erzielte neue Bestmarke hielt nicht einmal 24 Stunden, am Sonntag verbesserte Sophie Eddington den Rekord auf 27,67 Sekunden.

Seebohm revanchierte sich erfolgreich und gewann den Titel über die olympischen 100 Meter Rücken in hervorragenden 59,59 Sekunden, nur 38/100 langsamer als die Amerikanerin Natalie Coughlin bei ihrem Weltrekord vor einem Monat.

Seebohm vergisst Schwimmanzug

Seebohm bewies, dass sie trotz ihrer sensationellen Leistungen auch nur ein ganz normaler Teenager ist. Kurz vor dem Finale stellte sie fest, dass sie eine Kleinigkeit vergessen hatte - ihren Schwimmanzug.

Australiens prominentester Schwimmer seit dem Rücktritt Thorpes zeigt, dass er keineswegs zum alten Eisen gehört. Viele Konkurrenten und Experten hatten Zweifel geäußert, als Grant Hackett bei der Weltmeisterschaft in Melbourne erstmals seit zehn Jahren ein 1500-m- Rennen nicht nur verlor, sondern auf einem blamablen siebten Platz beendete.

Der 27 Jahre alte Langstreckenkönig überzeugte über 400 Meter mit seiner besten Zeit seit drei Jahren. Der ewige Rivale Thorpes auf dieser Strecke schwamm 3:45,15 Minuten und gewann am Montag auch noch die 200 Meter Freistil in allerdings mäßigen 1:47,03 Minuten.

Hackett vor Eintrag ins Geschichtsbuch

Hackett könnte in Peking in die olympische Geschichte eingehen. Nach seinen Siegen über 1.500 m in Sydney und Athen hat der Kapitän der australischen Schwimm-Mannschaft die Chance, als erster männlicher Schwimmer drei Mal hintereinander Gold in der selben Disziplin zu gewinnen.

Seit den ersten Spielen 1896 in Athen haben das lediglich zwei Frauen geschafft: Dawn Fraser aus Australien über 100 m Freistil 1956/1960/1964 und die Ungarin Krisztina Egerszegi über 200 m Rücken in den Jahren 1988, 1992 und 1996.


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