Artland und Bamberg stolpern

SID
Sonntag, 16.03.2008 | 14:23 Uhr
mehrsport, basketball, artland, oldenburg
© Getty
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Frankfurt/Main - Favoritenstürze und zwei dramatische Verlängerungs-Spiele: Spannung pur bot die Bundesliga am 24. Spieltag im Kampf an der Spitze und um die begehrten Playoff-Plätze.

Den krassesten Ausrutscher leistete sich Vizemeister Artland Dragons Quakenbrück, der im Niedersachsen-Derby bei den EWE Baskets Oldenburg mit 63:83 unter die Räder kam und die erste Niederlage nach acht Siegen in Serie kassierte.

Die Dragons (38:10 Punkte) mussten die Bayer Giants Leverkusen (38:10) zur Spitze aufschließen lassen. Der Rekordmeister gewann das Prestige-Duell gegen die Telekom Baskets Bonn auch ohne seinen wegen Dopings suspendierten Topwerfer Nate Fox souverän mit 95:74 und damit das achte Spiel nacheinander.

Phantoms stoppen Bamberg

Die Aufholjagd von Meister Brose Baskets Bamberg (32:16) wurde von den Phantoms Braunschweig gestoppt, die dem zum zweiten Mal nacheinander besiegten Titelverteidiger eine bittere 90:94-Heimniederlage nach Verlängerung beibrachten.

Mehr Glück in der Nachspielzeit hatte Ex-Meister ALBA Berlin, der mit dem 100:99 beim Abstiegskandidaten TBB Trier zu einem Zittersieg kam.

Rückschläge im Playoff-Rennen erlitten die Köln 99ers durch die 61:84-Pleite bei ratiopharm Ulm und EnBW Ludwigsburg mit 71:93 bei den Paderborn Baskets. Hoffnung im Abstiegskampf schöpft Neuling Science City Jena, der mit dem 79:68 gegen die Gießen 46ers seinen dritten Saisonsieg feierte.

Direktvergleich geht an Jena

Bei sechs Punkten Rückstand auf die Hessen (12:36) gewann Jena (6:42) nach dem 72:81 im Hinspiel zumindest den eventuell wichtigen Direktvergleich mit Gießen.

Der von einer Infektion genesene Thompson verhinderte bei Berlins Sieg in Trier mit vier Freiwürfen in der Verlängerung eine weitere ALBA-Pleite nach dem 90:94 gegen Ulm. Mit einem "Tip-In" mit der Schlusssirene der regulären Spielzeit hatte Femerling ALBA in die Verlängerung gerettet.

Jenkins (24) und Femerling (17) waren beste Werfer der Berliner, deren bessere Bank den Ausschlag gab. "Wir haben in diesem Klassespiel Nervenstärke bewiesen", sagte ALBA-Coach Luka Pavicevic. Triers Topscorer waren Green (26) und Phillips (17).

Dopingsünder gut ersetzt

Mit einer Trotzreaktion auf den "Fall Fox" antwortete Leverkusen gegen Bonn (Diagne/14). Für den Doping-Sünder sprangen Bailey (27) und Brempong (18) erfolgreich in die Bresche. Bayer-Coach Achim Kuczmann: "Meine Jungs haben die unglaublich emotionale Atmosphäre auf dem Feld in pure Energie umgewandelt."

Dank eines starken ersten Viertels (30:14) und des überragenden Longin (26) kam Oldenburg zum Kantersieg gegen die Dragons, die in Chubb (18) den Topwerfer hatten.

Mit einer bemerkenswerten Dreierquote von 67 Prozent und fünf zweistellig treffenden Spielern inklusive Topscorer Drevo (21) trumpfte Braunschweig in Bamberg auf. "Braunschweig hatte einen Tag, an dem alles gelingt", konstatierte Bambergs Coach Dirk Bauermann, der in Okulaja (24) und Hamann (23) nur zwei zweistellig punktende Akteure hatte.

Gegen die verletzungsgeschwächten Kölner (Raivio, Bjelica je 14) hatte Ulm (Finn/13) leichtes Spiel. "Wir glauben an den Klassenerhalt", sagte Jenas Trainer Sean McCaw nach dem Sieg gegen die Gießener, die ihre zwölfte Auswärtspleite erlebten. Felton (18) bei Jena und Terdenge (18) bei Gießen waren die besten Werfer.

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