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America's Cup: Neuseeländer ziehen vor Gericht

SID
Freitag, 07.03.2008 | 12:14 Uhr
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Valencia - Klagen über Klagen: Der Segelklassiker America's Cup droht komplett vom Wasser in den Gerichtssaal verlegt zu werden.

Während die Klage des US-Rennstalls BMW Oracle Racing gegen Cup-Verteidiger Alinghi auch einen Monat nach der letzten Anhörung nicht entschieden ist, verklagt jetzt auch der zweimalige Cup-Sieger Neuseeland das Schweizer Team von Pharma-Milliardär Ernesto Bertarelli vor dem Obersten Gerichtshof New in York.

Dabei soll es um Schadenersatzforderungen in Höhe von mehr als zwölf Millionen Dollar gehen.

"Das ist nicht gerade eine Nachricht, die hilft", sagte Sportchef Jochen Schümann vom Team Germany der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Kampf der Egos

"Doch im großen Kampf der Egos konzentrieren wir uns darauf, wie es bei uns weitergeht. Wir müssen die Wartezeit optimal nutzen, wenn wir zum Niveau der Top-Teams aufschließen wollen."

Schümanns Mannschaft steht allerdings mit dem Rücken zur Wand. Am 10. März treffen sich alle Team-Sponsoren zur Lagebesprechung bei Hauptsponsor Audi in Ingolstadt.

Geht es weiter oder nicht?

Auf der Tagesordnung steht die zentrale Frage: Geht es weiter oder nicht? Vorsorglich hatte die Teamleitung ihren Angestellten bereits vor Monaten zum 31. März gekündigt.

"Wir werden voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, ob wir noch eine Basis zum Weitermachen bis Ende März oder darüber hinaus sehen oder das Team auflösen, bis die rechtliche Situation klarer ist", sagte Teamsprecher Michael Mronz.

Ob auch das deutsche Team eine Schadenersatzklage gegen Alinghi erwägt, ließ Mronz offen: "Das ist für uns zurzeit nachrangig."

Zum Zuschauen verdammt

Weil die Cup-Giganten Alinghi und BMW Oracle vor Gericht um Macht und Einfluss auf die Zukunft der bekanntesten Segelregatta der Welt streiten und ein Ende des Disputs nicht absehbar ist, sind die Herausforderer-Teams zum Zuschauen verdammt.

Sponsoren können nur noch mit Mühe oder gar nicht mehr gehalten werden.

Team New Zealand reagierte nun als erste Mannschaft mit einer Klage auf das Dilemma. "Es ist nur weise, dass wir uns um Kompensation bemühen, um unsere zusätzlichen Kosten zu decken", sagte Teamchef Grant Dalton.

Die Neuseeländer pochen auf ihren mit Titelverteidiger Alinghi geschlossenen Vertrag über eine Teilnahme an der ursprünglich für 2009 geplanten 33. Cup-Auflage.

Schwere Versäumnisse

Sie werfen den Schweizern Missbrauch ihrer Pflichten als Treuhänder des America's Cup und schwere Versäumnisse bei der Organisation des 33. Rennens vor.

Alinghi reagierte noch in der Nacht auf die Klagen. "Diese Aktionen entbehren jeder Grundlage und werden von uns rigoros bekämpft", sagte Anwalt Lucien Masmejan.

Alinghi teile die Frustration der Segelgemeinde bezüglich der Verzögerungen des America's Cup. "Wir möchten den Cup schnellstmöglich aufs Wasser zurückbringen."

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