Mittwoch, 13.02.2008

Um die Olympia-Teilnahme zu erzwingen

Stelzen-Sprinter Pistorius zieht vor CAS

Genf - Stelzen-Sprinter Oscar Pistorius hat wie angekündigt den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne angerufen, um seine Olympia-Teilnahme zu erzwingen.

Leichtathletik, Stelzen
© DPA

"Ich lege Beschwerde ein nicht nur für mich allein, sondern für alle behinderten Athleten. Wir verdienen es, uns auf dem höchsten Niveau zu messen, wenn dies unser Körper erlaubt", sagte der 21-jährige Südafrikaner in einer Erklärung vom 13. Februar.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte den unterschenkelamputierten Pistorius am 14. Januar gestoppt und ihm den erhofften Start bei den Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) verwehrt. Auf seinen High-Tech-Unterschenkelprothesen (Cheetahs) wollte sich der Paralympics-Champion von 2004 erstmals bei Olympia der Konkurrenz nichtbehinderter Sprinter stellen.

Durch seine federnden Karbonprothesen verschaffe sich der Südafrikaner einen beträchtlichen "mechanischen Vorteil" gegenüber nichtbehinderten Läufern, begründete der Weltverband seine Entscheidung, die sich auf eine Studie des Kölner Biomechanik-Professors Gert-Peter Brüggemann und die IAAF-Wettkampfregel 144.2 stützt. Pistorius verlangt weitere Untersuchungen und hofft, spätestens 2012 in London bei den Olympischen Spielen an den Start gehen zu können.


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