Rudern

Russischem Verband droht Olympia-Ausschluss

SID
Mittwoch, 06.02.2008 | 13:09 Uhr
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Düsseldorf - Dem Russischem Ruderverband droht nach Bekanntwerden zweier weiterer Dopingfälle der komplette Ausschluss von den Olympischen Spielen in Peking.

Wie der Weltverband FISA mitteilte, sind die beiden russischen Ruderinnen Anastasia Fatina und Anastasia Karabelschtschikowa wegen verbotener intravenöser Infusionen mit einer zweijährigen Sperre belegt worden. Der Ausschluss gilt rückwirkend vom 27. August 2007. Die beiden Sportlerinnen gehörten im Vorjahr zur Crew des russischen Frauen-Achters.

Laut Anti-Doping-Bestimmungen des Weltverbandes ist allein schon die Anwendung derartiger Infusionen ohne medizinische Indikation verboten. Die beiden Ruderinnen wurden wie zuvor bereits sechs weitere russische Teammitglieder durch einen Spritzenfund in der Nähe des russischen Mannschaftshotels beim Weltcup-Finale 2007 in Luzern überführt. Insgesamt konnten anhand der Blutreste an den Kanülen acht unterschiedliche DNA-Stränge identifiziert werden, sechs Proben waren bereits in den vergangenen Wochen und Monaten einer Ruderin und fünf Ruderern zugeordnet worden.

Neun Vergehen innerhalb eines Jahres 

Vor gut einer Woche hatte die FISA bereits russische Funktionäre, Trainer und medizinische Betreuer für ein Jahr von allen FISA-Veranstaltungen ausgeschlossen. Nach den Regularien ist dies möglich, wenn innerhalb von 12 Monaten mehr als vier Verletzungen der Anti- Doping-Bestimmungen vorliegen. Mit den am 6. Februar veröffentlichten Fällen und der 2006 gesperrten Olga Samulenkowa liegen insgesamt schon neun Vergehen russischer Sportler binnen eines Jahres vor.

Laut FISA sei es sogar möglich, den gesamten russischen Verband mit allen Athletinnen und Athletinnen für einen Zeitraum bis zu vier Jahren von allen FISA-Regatten auszuschließen. "Nun konnten die letzten beiden DNA-Proben von Luzern zugeordnet werden. Die Untersuchungen haben sich über insgesamt sieben Monate hingezogen, weil wir allen Beschuldigten die Möglichkeit geben mussten, sich zu den Vorfällen zu äußern", erklärte FISA-Direktor Matt Smith. Er kündigte an, dass das Exekutivkomitee erwägt, weitere Sanktionen gegen den russischen Ruderverband und seine Athleten auszusprechen.

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