Montag, 18.02.2008

Olympia 2008

IOC: Kosovo-Teilnahme "unwahrscheinlich"

Hamburg - Die Teilnahme des Kosovos an den Olympischen Spielen in Peking ist nach Ansicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) "unwahrscheinlich".

Voraussetzung dafür sei die Anerkennung der serbischen Provinz durch die Vereinten Nationen, erklärte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau. "Wir müssen abwarten, wie die Vereinten Nationen entscheiden. Eine Teilnahme in Peking scheint aber unwahrscheinlich wegen der Kürze der Zeit", sagte sie mit Blick auf den Olympia-Termin vom 8. bis 24. August.

Unter anderem hoffen fünf Boxer aus dem Kosovo auf einen Olympia-Start. Vor einer vollständigen Anerkennung als eigenständiges Nationales Olympisches Komitee könnte das IOC Athleten aus dem Kosovo erlauben, als unabhängige Teilnehmer unter der Olympischen Flagge zu starten. Solche Lösungen gab es bereits für Teilnehmer aus Ost-Timor und dem ehemaligen Jugoslawien. Im Juli hatte das IOC den Pazifik- Staat Tuvalu und die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Montenegro in die Olympische Familie aufgenommen, die damit 205 Nationen umfasst.

Am 17. Februar hatte sich das von Albanern dominierte Kosovo von Serbien unabhängig erklärt. Deutschland, die USA, Frankreich und Großbritannien hatten die Unabhängigkeit anerkannt. Serbien und Russland gehören neben Spanien zu den entschiedenen Gegnern einer Anerkennung.


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