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Hambüchen: Gipfeltreffen im Madison Square Garden

SID
Dienstag, 26.02.2008 | 12:52 Uhr
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New York - Fabian Hambüchen ist heiß auf das Gipfeltreffen im Madison Square Garden: Da auch Athen-Olympiasieger Paul Hamm beim American Cup in der Kult-Arena von New York sein Comeback feiert, könnte der Auftakt des Olympia-Jahres für die Turner kaum spektakulärer ausfallen.

Der deutsche "Sportler des Jahres" geht mit hohen Erwartungen, aber auch einem leichten Handicap in das erste Mehrkampf-Kräftemessen der acht Super-Turner. "In der vorigen Woche stand sein Start noch auf der Kippe, er musste wegen eines Infekts mit Fieber fast eine Woche mit dem Training pausieren", sagte Vater Wolfgang Hambüchen. Doch der Reck-Weltmeister brennt darauf, nach dreimonatiger Wettkampfpause dem Champion Hamm gegenüber zu treten.

"Ich bin mit Paul zuletzt bei Olympia 2004 in Athen aufeinandergetroffen. Er ist ein großer Turner. Ich freue mich unheimlich darauf, mich endlich wieder mit ihm messen zu können", meinte Hambüchen über den 25-jährigen Amerikaner, der studienbedingt seine Karriere unterbrochen hatte und sich vor drei Wochen mit dem Sieg beim Wintercup in Las Vegas auf Anhieb in der Weltspitze zurückmeldete.

Hambüchen präsentiert neue Elemente

"Er ist wieder da, mit ihm werden alle rechnen müssen", ist sich auch Vater Hambüchen sicher. "Im Moment ist wohl nur Weltmeister Yang Wei aus China noch stärker, weil der die höheren Schwierigkeiten bietet", prognostiziert Wolfgang Hambüchen, der sich den kompletten Wettkampf des Amerikaners via Internet angeschaut hat.

Möglich, dass das Turn-Event des Jahres in Amerika, für das im Madison Square Garden Preise von 55 bis 325 US-Dollar gezahlt werden müssen, die Fans in Scharen anlockt. "Ich bin sehr gespannt auf den Wettkampf, vor allem weil ich neue Elemente in meine Übungen eingebaut habe und diese zum Auftakt der Saison erstmals unter Wettkampfbedingungen testen kann", meinte Fabian Hambüchen.

Übung hat jetzt Ausgangswert von 7,3

Gegner sind neben Hamm der zweimalige American-Cup-Sieger Jonathan Horton (USA), der Japaner Hisashi Mizutori, der Chinese Lu Bo und der Rumäne Flavius Koczi. Ob der Hesse im Kampf gegen diese Turn-Giganten schon seine neue Flug-Schau am Reck präsentiert, ist noch offen. "Da muss alles stimmen. Er hat jetzt eine Übung mit einem Ausgangswert von 7,3. Bis Peking muss er die aber noch stabilisieren", kündigte Wolfgang Hambüchen an.

Der bisherige "Weltrekord" seines Sohnes steht beim Reck-Ausgang von 7,0. Viele Wochen hat der Welt- und Europameister schon an dieser Aufwertung seiner WM-Übung gefeilt, möglicherweise sieht nun New York schon eine neue Rekord-Übung.

Aber auch an vier weiteren Geräten hat der 20-jährige Turn-Profi seinen Darbietungen "Olympia-Reife" verliehen. Am Boden wurde die zweite Tempo-Reihe umgekrempelt, der Ausgangswert auf finalwürdige 6,6 Punkte aufgestockt. Am Barren kam ein gebückter Morisue- Doppelsalto neu ins Programm, an den Ringen baute Hambüchen die Kraft-Kombination um und hofft damit auf weniger Abzüge in der B- Note.

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