Sonntag, 03.02.2008

Tennis

Lisickis mit großem Coup

San Diego - Regen hat die deutschen Damen auf dem Weg zu einer möglichen Fed-Cup-Überraschung in den USA vorerst gestoppt. Das Viertelfinale konnte beim Stand von 1:1 in San Diego wegen Regens nicht fortgesetzt werden.

Da die Anlage nicht über Flutlicht verfügt droht sogar eine Verschiebung auf den 4. Februar. Sabine Lisicki hatte der DTB-Auswahl die Chance auf das Halbfinale eröffnet.

Die 18-jährige Berlinerin fügte der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Lindsay Davenport die erste Niederlage im Fed Cup seit Juli 1994 zu und ließ dem Drittrunden-Einzug bei den Australian Open den größten Erfolg ihrer jungen Karriere folgen.

"Ein Hammer" 

"Das war einfach super" sagte Lisicki nach dem 6:1, 7:5-Coup. Auch DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard schwärmte: "Das war ein Hammer." Teamchefin Barbara Rittner attestierte der 130. der Weltrangliste eine sensationelle Leistung und befand: "Sabine war die deutlich bessere Spielerin."

Tatjana Malek konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen. Die Nummer 87 der Welt verpasste mit dem enttäuschenden 1:6, 3:6 gegen Debütantin Ashley Harkleroad das erhoffte 2:0 und verlor erstmals im Fed Cup.

Rittner nominierte statt Malek die zweite Debütantin Julia Görges für das dritte Einzel gegen Davenport, Lisicki spielt danach gegen Harkleroad. Im abschließenden Doppel soll auf jeden Fall Anna-Lena Grönefeld zum Einsatz kommen.

Super Bowl nicht verpassen

Das US-Team, darunter auch Lokalmatadorin Davenport, hatte auf ein frühes Ende des Viertelfinales gehofft, um das Super-Bowl-Finale im American Football am Fernseher zu genießen.

Das offensichtliche Unterschätzen der DTB-Auswahl rächte sich. "Davenport hat sich noch eingeschlagen, da führte Sabine schon 3:0", berichtete Eberhard.

Bei dem Match unter blauem Himmel erlebte die Favoritin trotz einer 5:2-Führung im zweiten Satz ihr blaues Wunder am Pazifik, wo dann der befürchtete Regen fiel.

"Matchv erlief so einseitig" 

"Ich war fest entschlossen, den Punkt für Deutschland zu holen. Ich sehe beim Training in der Bollettieri-Akademie viele Stars und habe keine Angst vor ihnen. Das hat mir sicher geholfen", sagte Lisicki.

Schon die ehemalige Top-Ten-Spielerin Dinara Safina aus Russland hatte dies kürzlich in Melbourne bei den Australian Open zu spüren bekommen.

Die nach einer Babypause zurückgekehrte Davenport konnte nach ihrer erst dritten Niederlage im Fed Cup nur staunen. Die 31-Jährige bekannte: "Ich kann mich kaum erinnern, wann ein Match gegen mich so einseitig verlaufen ist."

Russalnd schlägt Israel 

Gegner des Siegers von San Diego ist am 26. und 27. April Russland. Australian-Open-Siegerin Maria Scharapowa führte den Cupverteidiger zum 4:1 in Israel.

Das andere Halbfinale bestreiten China, das nach dem 3:2 über Frankreich erstmals unter den letzten Vier steht, und Spanien nach dem 3:2 bei Vorjahresfinalist Italien.


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