Montag, 25.02.2008

Leichtathletik

Cantwell US-Meister im Kugelstoßen

Boston - Drei starke Kugelstoßer und zahlreiche schnelle Sprinter waren die Hauptdarsteller am zweiten Tag der Hallen-Meisterschaften der US-Leichtathleten in Boston.

Christian Cantwell gewann das mit Spannung erwartete Kugelstoßen und verwies mit 21,51 Meter den amtierenden Weltmeister, Reese Hoffa (21,40 Meter), sowie den Champion von 2005, Adam Nelson, (21,25 Meter) auf die Plätze zwei und drei.

Trotz seines Triumphes war der Hallen-Weltmeister von 2004 alles andere als zufrieden. "Um ehrlich zu sein, bin ich von meinem Siegerstoß enttäuscht. Nachdem ich am Freitag noch bei einem kleinen Meeting in Missouri mit 22,18 Meter eine neue Bestleistung gestoßen hatte, dachte ich, hier vielleicht den Weltrekord angreifen zu können", sagte Cantwell, der die mittlerweile 19 Jahre alte Hallen-Bestmarke von 22,66 Meter seines Landsmannes Randy Barnes jedoch weit verfehlte.

Allen Johnson mit Chance auf vierten Hallen-WM-Titel

Als kleiner Trost qualifizierte sich Cantwell neben Hoffa für die Hallen-WM vom 7. bis 9. März in Valencia. Da nur die ersten beiden der US-Titelkämpfe nach Spanien fahren, wird Nelson trotz seiner kürzlich aufgestellten Weltjahresbestleistung von 22,40 Meter bei der WM ebenso fehlen wie Leonard Scott. Der Hallen-Weltmeister zog sich im Halbfinale über die 60 Meter eine Zerrung im rechten Oberschenkel zu und musste aufgeben.

Den Titel gewann sensationell Michael Rogers, der bei seinem ersten großen Auftritt in 6,54 Sekunden zum Titel sprintete. Rogers verwies den Schlussläufer der 4x100 Meter-Goldstaffel von Osaka, Leroy Dixon, auf Platz zwei (6,56 Sekunden). Bei den Frauen triumphierte die zweimalige Hallen-Vizeweltmeisterin, Angela Williams, in guten 7,11 Sekunden.

Einen starken Sprint zeigte auch Altmeister Allen Johnson über die 60 Meter Hürden. Der mittlerweile fast 37-jährige Olympiasieger von 1996 und viermalige Weltmeister wurde hinter Überraschungssieger David Oliver (7,47 Sekunden) Zweiter (7,53 Sekunden) und hat somit in Valencia die Chance, zum vierten Mal Hallenkönig zu werden. "Ich liebe einfach die Sprints, die Wettkämpfe und die Reiserei. Aber ich bin auch ehrlich und weiß, dass dieses Jahr wohl meine letzte Chance sein wird", meint Johnson mit Blick auf die Olympischen Spiele im August in Peking.


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